Neue Studie: Schlafstörungen erhöhen das Risiko für Herzkrankheiten

Neue Studie: Schlafstörungen erhöhen das Risiko für Herzkrankheiten

Jeder kennt ihn: Diesen Moment, wenn der ersehnte Schlaf einfach nicht kommen will.

Während die meisten das Versäumte dadurch nachholen, dass sie am nächsten Tag früher zu Bett gehen und sich so regenerieren, leidet rund ein Drittel aller Menschen unter chronischer Schlaflosigkeit.

Eine groß angelegte chinesische Studie mit knapp einer halben Million Teilnehmern, die in der Fachzeitschrift ‚Neurology‘ veröffentlicht wurde, hat jetzt nachgewiesen, dass diese Menschen ein höhreres Risiko besitzen, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

Schlaflosigkeit macht krank

Wer nicht genug schläft, der erhöht sein Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen.

Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher, nachdem sie 480.000 Menschen mit einem Durchschnittsalter von 51 Jahren über ein Jahrzehnt untersuchten. Dabei wurden die Teilnehmer regelmäßig befragt, ob sie in der vergangenen Woche Symptome von Schlaflosigkeit hatten.

Dazu gehören Probleme beim Einschlafen, ständiges oder zu frühes Aufwachen sowie Konzentrationsschwierigkeiten am Folgetag. Diese wurden mit Daten zu Herzinfarkten und Schlaganfällen abgeglichen; im Laufe der Studie hatten 130,032 Patienten eines dieser lebensbedrohenden Ereignisse durchlebt.

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Kann Früherkennung Leben retten?

Schlechte Nachrichten für schlechte Schläfer: Wer alle drei Symptome der Schlaflosigkeit zeigt, für den erhöht sich das Risiko ernster Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 18 Prozent.

Bei denjenigen, die regelmäßig zu früh aufwachen und nicht wieder einschlafen können, lag die Quote immerhin noch bei rund sieben Prozent.

Laut Studienautor Dr. Liming Li von der Universität Peking verstärkt sich der Zusammenhang bei jüngeren Erwachsenen. Darin liegen allerdings auch Chancen für die Früherkennung, so Li: „Wenn wir diejenigen, die unter Schlafproblemen leiden, mit Verhaltenstherapie behandeln, könnten wir Herzinfarkte und Schlaganfälle im späteren Leben verhindern.“

Einen Nachteil hat die chinesische Studie: Sie zeigt zwar eine Verbindung zwischen Schlaflosigkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf, Ursache und Wirkung wurden derweil noch nicht weiter erforscht.

In einem sind sich Forscher jedoch einig: Gesunder, ausreichender Schlaf ist für uns alle lebenswichtig.

Quelle

  • Zheng, B. (2019): Insomnia symptoms and risk of cardiovascular diseases among 0.5 million adults: https://n.neurology.org/content/early/2019/11/06/WNL.0000000000008581

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