Workaholics aufgepasst: Überstunden machen laut Studie dick

Workaholics aufgepasst: Überstunden machen laut Studie dick

Wer ständig Überstunden macht, büßt damit nicht nur Zeit für seine Hobbies, Freunde und die Beziehung ein.

Forschungsergebnisse aus weltweit 19 Studien zeigen außerdem verheerende Folgen für die Gesundheit auf.

Demnach tendieren Workaholics verstärkt zuÜbergewicht.

Normalgewichtige nehmen schneller zu

In der im International Journal of Obesity veröffentlichten Studie zeigt sich, dass insbesondere Normalgewichtige bei zu viel Arbeit dazu neigen, an Gewicht zuzunehmen.

Von 61.141 Personen, die zu Beginn der Untersuchung normalgewichtig waren, entwickelten über einen Beobachtungszeit von vier Jahren mehr als 20 Prozent Übergewicht.

Bereits mehr als 35-40 Stunden Arbeit pro Woche reichte bei dieser zu Anfang noch normalgewichtigen Gruppe für ein erhöhtes Risiko für Übergewicht aus.

Für die Untersuchungen nutzten die Forscher das Datenmaterial von Studien aus Europa, den USA und Australien.

Auf Basis der insgesamt 19 Forschungsergebnisse bildeten die Wissenschaftler verschiedene Kategorien für die Arbeitszeiten, angefangen bei Teilzeitarbeit mit unter 35 Arbeitsstunden pro Woche, über Standardarbeitszeiten hin zu gelegentlichen Überstunden bis zu einer Dauerarbeitsbelastung von über 55 Arbeitsstunden pro Woche.

Je mehr Arbeit, desto größer das Risiko

Die Befunde zeigten einen klaren Zusammenhang zwischen der Arbeitszeitlänge und dem Risiko, zuzunehmen.

Je mehr man also arbeitet, desto größer ist das Risiko, an Gewicht zuzulegen.

Das wiederum kann langfristig einen ganzen Rattenschwanz an weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen nach sich ziehen.

Sowohl bei den Arbeitnehmern als auch auf Seiten der Arbeitgeber sollten die Forschungserkenntnisse daher eine besondere Wachsamkeit auslösen und über vorbeugende Maßnahmen am Arbeitsplatz nachgedacht werden.

Auf dem Laufband arbeitet es sich besser

Wertvolle Ansätze dazu liefert zum Beispiel eine Studie aus Kanada zum Thema „Aktive Arbeitsplätze“.

Darunter werden Arbeitsplätze verstanden, bei denen es den Mitarbeitern möglich ist, entweder im Stehen zu arbeiten oder sich sogar während der Arbeit zu bewegen.

In der Bildergalerie: Tipps für mehr Bewegung im Alltag

Dafür setzten die Forscher Laufbänder, Stepper oder Fahrräder ein, um die im Sitzen verbrachte Zeit der Arbeitnehmer zu verringern und dabei mögliche Effekte zu messen.

Vor allem das Laufband wirkte sich positiv auf die Gesundheit der Probanden aus. Es regulierte nicht nur die Gewichtszunahme, sondern hatte auch positive Effekte auf den Blutzuckerspiegel.

Und mehr noch: Die Wissenschaftler konnten sogar eine verbesserte Arbeitsleistung feststellen.

Quellen

  • International Journal of Obesity: Long working hours and change in body weight: analysis of individual-participant data from 19 cohort studies, abgerufen am 03.12.2019: https://www.nature.com/articles/s41366-019-0480-3
  • Use of Active Workstations in Individuals with Overweight or Obesity: A Systematic Review, abgerufen am 03.12.2019 https://www.nature.com/articles/s41366-019-0480-3

Larissa Hellmund

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