Maag: Das Rx-Boni-Verbot könnte ein Kompromiss sein

Maag: Das Rx-Boni-Verbot könnte ein Kompromiss sein

Der Pharmaziestudent Benedikt Bühler hat in den vergangenenWochen für Aufsehen gesorgt in der Apothekenpolitik: Erst schrieb er alsCDU-Mitglied Briefe an die CDU-Chefin Annegret Kram-Karrenbauer und denUnionsfraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus, in denen er das Rx-Versandverbotforderte. Dann startete er eine PR-Kampagne. Inzwischen hat diegesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Karin Maag, an Bühlergeantwortet. Maag deutet an, dass das Rx-Boni-Verbot eine Lösung sein könnte.

Benedikt Bühler studiert an der BudapesterSemmelweis-Universität Pharmazie. Der aus Karlsruhe stammende Student istpolitisch sehr aktiv, er ist CDU-Mitglied und beschäftigt sich mit derBerufspolitik. Im Februar sorgte Bühler für Aufsehen, als er einen Brief an dieCDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer schrieb. Dort griff er BundesgesundheitsministerJens Spahn (CDU) direkt für seinen Plan an, die Rx-Preisbindung teilweise zuöffnen. „Es kann nicht sein, dass sich eine Person über die eigene Partei undden Koalitionsvertrag hinwegsetzt. Als meine neue Bundesvorsitzende, die eineZuhör-Tour für Mitglieder gestartet hatte und der die Parteibasis am Herzenliegt, weiß ich, dass ich auf Sie zählen kann“, heißt es in dem Brief, derspäter auch an Ralph Brinkhaus ging, Fraktionsvorsitzender der Union imBundestag.

Wenig später starteten er und seine Mitstudenten die Aktion„MitUnsNicht“. Dabei werben sie in sozialen Netzwerken aktiv für eine rascheUmsetzung des Verbotes. Der vollständige Name der Kampagne lautet:„#MitUnsNicht – Ja! zum Rx-Versandverbot und aktiver Teilnahme an der Politik“.Mit dabei sind laut Bühler alle Studierenden der deutschsprachigen Fakultät fürPharmazie der Semmelweis-Universität zu Budapest. Sie wollen erreichen, dassdie Öffentlichkeit über dieses Thema informiert wird „und der Bundesministerfür Gesundheit, Jens Spahn, das im Koalitionsvertrag verankerteRx-Versandverbot endlich umsetzt“, teilte Bühler mit, der auch CDU-Mitgliedist.

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Aufseinen Brief an Brinkhaus hat nun stellvertretend Karin Maag geantwortet. Maagist die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion. DieCDU-Politikerin zeigt Verständnis für den Ärger des Studenten. Auch Sie sehe keinenGrund für die Ungleichbehandlung von EU-Versendern und deutschen Vor-Ort-Apotheken.

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