Noweda weitet Info-Kampagne zu Engpässen aus

Noweda weitet Info-Kampagne zu Engpässen aus

Die Lieferengpässe bei Arzneimitteln halten an – der Informationsbedarf in den Apotheken bleibt somit weiterhin hoch. Im November hat die Noweda einen Informationsflyer für Patienten herausgebracht und an ihre Mitglieder und Kunden ausgegeben. Die Nachfrage ist so hoch, dass der Großhändler jetzt nachgedruckt hat. Auch Apotheken, die keine Noweda-Kunden sind, können den Flyer nun beziehen.

Nicht lieferbare Arzneimittel gehören seit geraumer Zeit zum Apothekenalltag – eine Besserung ist nicht in Aussicht. Viele Patienten sind verunsichert, der Informationsbedarf in den Apotheken ist hoch. Die Apothekergenossenschaft Noweda hat daher im Oktober eine Kampagne zu Lieferengpässen gestartet – zunächst mit einer ganzseitigen Anzeige im Magazin „Focus“. Im November folgte ein Informationsflyer für Patienten. Dieser soll mit seinen Erläuterungen zur Problematik der Engpässe die Apothekerinnen und Apotheker unterstützen.

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Das kommt offensichtlich gut an. So erklärt Apothekerin Christine Zentgraf von der Genius-Apotheke in Hilders: „Wir reden uns in den Apotheken momentan den Mund fusselig und geben uns größte Mühe, den Patienten die Situation zu erklären. Die Hintergründe zu den Lieferengpässen schriftlich und kompakt in der Hand zu haben, erhöht sicher unsere Glaubwürdigkeit und reduziert zudem so manchen  Unmut.“

Am Anfang bekamen Kunden und Mitglieder der Noweda 50 Flyer mit ihren Großhandelsbestellungen. Nun lässt Noweda wissen, dass in den kommenden Tagen rund 100.000 nachbestellte Flyer zusätzlich ausgeliefert werden. So komme man mittlerweile auf eine Auflage von insgesamt etwa 550.000 Exemplaren.

Jetzt auch für Nicht-Noweda-Kunden

Zudem wird die Kampagne ab dem 6. Dezember auch auf Apotheken ausgeweitet, die keine Noweda-Kunden sind. Sie werden in den kommenden Tagen angeschrieben und erhalten neben dem Brief jeweils ein Ansichtsexemplar.
Bei Bedarf können sie dann jeweils 50 Exemplare kostenfrei bei der Noweda bestellen.

„Es ist wichtig, dass  so viele Patienten und Kunden wie möglich über die Missstände bei der Arzneimittelversorgung aufgeklärt werden. Nur so lässt sich der Druck auf Politik und GKV erhöhen, endlich für nachhaltige Lösungen zu sorgen“, erklärt Dr. Michael Kuck, Vorstandsvorsitzender der Noweda.

In der Politik ist das Thema durchaus angekommen. Derzeit feilt man dort an größeren und kleineren Maßnahmen, die helfen sollen, Engpässe zu reduzieren oder jedenfalls besser zu managen. 

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