Wie gefährlich ist eine Blitz-Schwangerschaft nach der Geburt?

Wie gefährlich ist eine Blitz-Schwangerschaft nach der Geburt?

Doppeltes Kinderglück im Hause Sahin-Radlinger: Die Schauspielerin Sila Sahin (33) und der Fußballtorwart Samuel Sahin-Radlinger (26) erwarten ihr zweites Kind – sechseinhalb Monate nach der Geburt ihres Söhnchens Elija.

Wie die ehemalige „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“-Schauspielerin der „Gala“ berichtete, ist sie im fünften Monat schwanger. „Ich habe mich gewundert, dass mein Babybauch so gar nicht wegging“, erzählt sie im Interview mit der Zeitschrift. „Also suchte ich einen Arzt auf. Während der Ultraschall-Untersuchung lachte er plötzlich und sagte: ‚Herzlichen Glückwunsch!‘. Ich dachte, der will mich veräppeln.“

Die zweite Schwangerschaft war offenbar nicht geplant – auch ihr Mann reagierte auf die Baby-News überrascht. „Er konnte es auch erst nicht glauben“, berichtet die 33-Jährige. Das Paar freue sich auf den Familienzuwachs. „Dieses Kind ist ein Gottesgeschenk für uns.“

Auch viele Fans sind überrascht über die Blitz-Schwangerschaft und fragen sich: Welche Risiken können auftreten, wenn eine Frau kurz nach der Geburt schnell wieder schwanger wird? Der stern hat bei Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte nachgehakt. Albring arbeitet auch als niedergelassender Frauenarzt in Hannover.

Herr Albring, ist es aus medizinischer Sicht empfehlenswert, so kurz nach einer Schwangerschaft erneut schwanger zu werden? Welche möglichen Risiken ergeben sich daraus für Mutter und Kind?

Für die Mutter ergeben sich keine Risiken. Wenn eine erneute Schwangerschaft weniger als sechs Monate nach einer Geburt zustande kommt, steigt das statistische Risiko für eine Frühgeburt an. Die eine oder andere Frau könnte mit der schnell aufeinander kommenden zweiten Schwangerschaft physisch etwas überfordert sein, jedoch ist das individuell sehr unterschiedlich. Die Belastung sinkt jedoch deutlich, sobald die Kinder miteinander spielen können und die Mutter – anders als bei einem Einzelkind – nicht der einzige Spiel- und Ansprechpartner ist.

Stimmt der Mythos, dass stillende Frauen nicht schwanger werden können?

Wenn eine Mutter stillt, werden Hormone ausgeschüttet, die das Reifen neuer Eizellen in den Eierstöcken hemmen. Das funktioniert oft, aber nicht immer, und vor allem dann nicht, wenn die Frau nicht voll stillt, sondern teilweise oder vollständig zufüttert. Aber auch Stressfreiheit und Normgewicht spielen eine Rolle. Deshalb empfehlen wir Paaren, während der Stillzeit zu verhüten.

Was ist die beste Verhütungsmethode für frischgebackene Mütter?

Solange der Wochenfluss noch nicht aufgehört hat, sollte Sex nur mit Kondomen stattfinden um Infektionen der Gebärmutter zu verhindern, und nur dann, wenn die Frau dazu bereit ist. Da die Östrogene aus der Pille in die Muttermilch übergehen, kann nur die sogenannte Minipille, eine reine Gestagen-Pille, oder die Spirale genutzt werden. Allerdings darf die Spirale erst eingesetzt werden, wenn die Rückbildung der Gebärmutter komplett abgeschlossen ist.

Was ist der ideale Abstand zwischen zwei Geburten?

Bei physisch und psychisch gesunden Müttern und problemlos verlaufender Neugeborenenzeit spricht nichts gegen einen Abstand von einem Jahr zwischen zwei Geburten. Bei einem erhöhten Frühgeburts-Risiko, z. B. bei vorliegender Gebärmutterhalsschwäche oder nach einem Kaiserschnitt, ist der ideale Abstand mindestens 18 Monate.


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