Apotheken bekommen 345 Euro für jeden Vollnotdienst

Apotheken bekommen 345 Euro für jeden Vollnotdienst

Nachdem die Notdienstpauschale im ersten Quartal 2020 mit rund 411 Euro pro Vollnotdienst so hoch war wie noch nie, ist sie im zweiten Quartal auf gut 345 Euro gesunken. Das liegt vor allem daran, dass die Zahl der abgegebenen Packungen deutlich zurückgegangen ist.

99.842 Vollnotdienste haben 18.821 Apotheken im zweiten Quartal 2020 geleistet. Für jeden davon bekommen die Apotheken nun eine Pauschale von 345,36 Euro ausgezahlt. Das hat der Geschäftsführende Vorstand des Deutschen Apothekerverbands (DAV) in seiner gestrigen Sitzung beschlossen. Damit fällt die Pauschale um 66,17 Euro niedriger aus als im Vorquartal – aber sie liegt 61,02 Euro über der des zweiten Quartals 2019.

Nach Angaben des Nacht- und Notdienstfonds (NNF) schlägt neben der Erhöhung der Abgabetage (ein Tag mehr als im Vorquartal) insbesondere der ungewöhnlich hohe Abfall der Packungsabgabemenge (-15,94 Prozent) bei der Berechnung der Notdienstpauschale zu Buche. Es sei davon auszugehen, dass neben dem saisonbedingten Rückgang der Packungsabgabemenge auch der Lockdown in der Coronakrise dafür verantwortlich sei. So kam es im ersten Quartal zu Hamsterkäufen – der NNF spricht von „Bevorratungsabgaben“ –, sie könnten den notwendigen Bedarf für das zweite Quartal zumindest teilweise abgedeckt haben.

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