Apothekenthemen bei vielen wichtig für die Wahlentscheidung

Apothekenthemen bei vielen wichtig für die Wahlentscheidung

Am kommenden Sonntag ist Bundestagswahl. Viele Briefwähler:innen haben ihre Wahl vermutlich schon getroffen, für alle anderen stellt sich noch die Frage, wo sie ihr Kreuzchen setzen sollen. Bei den Apothekenthemen gibt es wenig Konkretes von den Parteien. Trotzdem spielen diese Themen für mehr als die Hälfte der DAZ-Leser:innen, die an unserer Umfrage teilgenommen haben, eine Rolle bei ihrer Wahlentscheidung.

Übermorgen ist Bundestagswahl. Die Wahlentscheidung fällt vielen in diesem Jahr besonders schwer. Vieles ist unklar. Alle loben die Apotheken über den grünen Klee für ihren Einsatz in der Pandemie. Konkrete Zugeständnisse fehlen jedoch. Auch in den Wahlprogrammen sind die Apotheken – euphemistisch ausgedrückt – nur zurückhaltend bedacht. Die deutlichsten Bekenntnisse zur inhabergeführten Apotheke mit der Struktur, wie wir sie kennen, und die konkretesten Ideen kommen vor allem von den Rändern des politischen Spektrums, besonders von den Linken. Die Parteien, die der Mitte zuzuordnen sind, bleiben jedoch vage.

DAZ-Autor Dr. Thomas Müller-Bohn bringt es in seinem Kommentar auf den Punkt: „Alles erscheint weich wie Butter. Im Großen mag dahinter das Kalkül stecken, dass heute niemand weiß, mit wem er morgen in einer Koalitionsverhandlung sitzen könnte. In der Apothekenwelt führt das zur weitgehenden Unverbindlichkeit der Aussagen.“

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Alles weich wie Butter

Dennoch spielen für etwas mehr als die Hälfte der DAZ-Leser:innen, die an unserer Umfrage teilgenommen haben, die Apothekenthemen eine Rolle bei der Frage, welcher Partei sie am kommenden Sonntag ihre Stimme geben. So haben 52,94 Prozent der insgesamt über 400 Teilnehmenden auf die Frage, ob Apothekenthemen ihre Wahlentscheidung beeinflussen, mit „Ja“ geantwortet, bei 32,94 Prozent ist das nicht der Fall. Der Rest wollte sich nicht festlegen und antwortete mit „vielleicht“.

Dabei wollen 31,6 Prozent der Umfrageteilnehmer:innen ihr Kreuzchen bei der Union machen, 8,94 Prozent bei der SPD, 16,71 Prozent bei den Grünen, 9,65 Prozent bei FDP, 6,35 bei der Linken und 5,41 Prozent bei der AfD. 18,12 Prozent erklärten, noch unentschlossen zu sein, nur eine Person gab an, gar nicht wählen zu wollen. Die übrigen erklärten „sonstige Parteien“ wählen zu wollen, zum Beispiel die Freien Wähler. Möglich wäre also theoretisch eine sogenannte Jamaika-Koalition mit Schwarz-Grün-Gelb oder je nachdem, wie sich die Unentschlossenen entscheiden, auch Schwarz-Grün.

Die Wirklichkeit wird voraussichtlich anders aussehen – das Stimmungsbild unserer Leser:innen spiegelt nicht die bundesweiten repräsentativen Umfragewerte wider. Da liegt die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz derzeit mit 25 Prozent knapp vor der Union. Bei den Grünen und der FDP decken sich die Umfrageergebnisse dagegen.  

Union wird wegen Apothekenthemen gewählt

Wichtig waren Apothekenthemen bei der Wahlentscheidung vor allem für Unionswähler, auch für die Mehrheit der DAZ-Leser:innen, die FDP, AFD oder der Linken ihre Stimme geben wolle, sind Apothekenthemen in diesem Zusammenhang wichtig. Kaum eine Rolle spielen sie hingegen bei Wähler:innen der Grünen und der SPD – was wenig überraschend ist.

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