BVpta: Weiterqualifizierung und Bachelorstudium jetzt angehen!

BVpta: Weiterqualifizierung und Bachelorstudium jetzt angehen!

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß hat vorgeschlagen, Pharmazeutisch-technischen Assistent:innen (PTA) die kurzfristige Vertretung eines oder einer Approbierten zu erlauben. Der Bundesverband PTA zeigt sich hierüber hocherfreut: „Mit diesem Vorschlag trifft Krauß ins Schwarze.“ Der Verband hat auch schon ein erstes Konzept erdacht, wie PTA für die neue Aufgabe qualifiziert werden könnten. Und er ist zuversichtlich, dass innerhalb eines Jahres die Weichen gestellt sein könnten – vorausgesetzt, die ABDA spielt mit.  

Der CDU-Gesundheitspolitiker Alexander Kraus unternahm am gestrigen Donnerstag einen Vorstoß in Sachen PTA-Vertretungsbefugnis: Denkbar sei etwa, dass PTA mit mindestens fünf Jahren Berufspraxis stundenweise für Apotheker:innen „einspringen“. Angesichts des sich verschärfenden Personalengpasses in den Apotheken sollte man jetzt „nach praktischen Lösungen suchen“, sagte Krauß. Er meint: „Durch eine entsprechende Berufserfahrung haben PTA ein Gespür entwickelt, inwieweit sie den Kunden helfen können.“ Möglich sei auch, die Vertretung an eine Weiterbildung zu knüpfen.

BVpta: katastrophale Personalsituation

Beim Bundesverband PTA (BVpta) kommt dieser Aufschlag aus der Politik gut an. Krauß treffe mit seinem Vorschlag „ins Schwarze“, erklärt der Verband in einem Statement vom heutigen Freitag. Die Personalsituation sei tatsächlich katastrophal: Stellen sowohl für PTA als auch für Apotheker:innen könnten teilweise über Monate nicht besetzt werden, was fatale Auswirkungen auf die Teams, wie auch auf die Inhaber:innen habe.

Der BVpta verweist auf die PTA-Reform, mit der im Jahr 2019 eine Modernisierung des Berufsbilds und der Ausbildung beschlossen wurde: Schon im Gesetzgebungsprozess sei klar gewesen, dass die Reform nicht weit genug gehe. Während die Politik offen gewesen sei, den Beruf weiterzuentwickeln, habe die ABDA keine Notwendigkeit gesehen, ihn aufzuwerten. „Daher gab es auch keine tragfähigen Konzepte, die der Politik hätten vorgelegt werden können“, so der BVpta. Zumindest für „fortschrittliche Apotheker:innen und PTA“ sei eine solche Haltung aber nicht tragbar.

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Der BVpta hat daher auch gleich Vorschläge im Gepäck, wie die der PTA-Beruf aufgewertet werden könnte. Dass dies für die Zukunft dringend nötig ist, steht für den Verband außer Frage: „Nicht aus Eitelkeit, sondern um den ständig steigenden Anforderungen fachlich und menschlich begegnen zu können“, wie er erklärt. „Und um zukünftig überhaupt noch qualifizierte junge Leute für diesen Beruf zu gewinnen.“ Die Qualifizierten entschieden sich nämlich häufig lieber für ein Bachelorstudium.

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