Coronavirus: Lungengesundheit mit COVID-19-Sterberisiko verbunden – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

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Worauf rauchende und lungenkranke Personen achten sollten

Die durch den Coronavirus SARS-CoV-2 hervorgerufene Erkrankung COVID-19 kann die Lunge erheblich beeinträchtigen. Menschen, deren Lungengesundheit durch Faktoren wie Lungenkrankheiten oder Rauchen beeinträchtigt ist, haben ein höheres Risiko für schwerere COVID-19-Verläufe. Worauf sollten Betroffene achten?

Dr. Gregory A. Poland ist Internist an der renommierten Mayo Clinic in den USA. Der Fachmann fasst den aktuellen Wissensstand zum Thema Lungengesundheit und COVID-19 zusammen und beantwortet unter anderem die Frage, ob Raucherinnen und Raucher sowie Personen mit Grunderkrankungen der Lunge mehr Vorkehrungen treffen sollten als Personen mit gesunder Lunge.

Menschen mit schlechter Lungengesundheit sollten vorsichtig sein

„Sie können Ihr Risiko, an COVID-19 zu erkranken, verringern, indem Sie Techniken zur Infektionsprävention anwenden und andere Richtlinien zur Verlangsamung der Krankheitsausbreitung sorgfältig befolgen“, erläutert der Internist in einer Mitteilung der Mayo Clinic.

Wann wird COVID-19 lebensbedrohlich?

COVID-19 sei in erster Linie eine Atemwegserkrankung mit Symptomen wie Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden. Bei schweren Verläufen kommt es häufig zu einer Lungenentzündung, die nicht selten mit einer Beatmung auf einer Intensivstation behandelt werden muss. In einigen Fällen machen Atembeschwerden in Verbindung mit einer Lungenentzündung COVID-19 lebensbedrohlich, warnt Dr. Poland.

Welche Auswirkungen kann das Rauchen haben?

„Eine schlechte Lungengesundheit scheint bei Todesfällen im Zusammenhang mit COVID-19 eine Rolle zu spielen“, erklärt der Arzt. Rauchen könne dabei eine beeinträchtigende Wirkung haben. Derzeitige Studienergebnisse deuten darauf hin, dass Raucherinnen und Raucher anfälliger für eine SARS-CoV-2-Infektion sind, da das Rauchen die Abwehrkräfte gegen einige Bakterien und Viren schwächt. Aber auch andere Faktoren spielen hier eine Rolle, beispielsweise das Alter und das Vorhandensein von Grunderkrankungen.

Sterblichkeit ist nicht nur bei Lungenerkrankungen erhöht

Daten aus China zeigen, dass die Todesrate von COVID-19 in diesem Land insgesamt bei rund zwei Prozent liegt. In Deutschland liegt die Todesrate zur Zeit bei rund 0,8 Prozent (Stand: 01.04.2020). Bei Menschen, die vor der Infektion an einer Lungenkrankheit litten, stieg die Sterblichkeitsrate in China auf sechs Prozent. Bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sogar auf zehn Prozent, bei Diabetes auf sieben Prozent und bei Bluthochdruck auf sechs Prozent.

Schutzmaßnahmen sollten nicht nur von Risikogruppen eingehalten werden

„Unabhängig davon, ob Sie rauchen oder nicht, gibt es konkrete Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um sich vor dem Virus zu schützen“, betont der Internist. So sollte das Husten und Niesen immer in ein Einwegtuch oder in die Armbeuge erfolgen. Zudem sollten die Hände regelmäßig gewaschen werden und so wenig wie möglich das Gesicht berühren. Wenn keine Möglichkeiten zum Händewaschen besteht, sollte ein Handdesinfektionsmittel mit mindestens 60 Prozent Alkohol mitgeführt werden.

„Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie krank sind, und bestehen Sie darauf, dass andere Personen in Ihrem Haushalt das Gleiche tun“, empfiehlt Dr. Poland. Zudem sollten persönliche Interaktionen mit krank erscheinenden Personen möglichst gemieden werden.

Behandlung konzentriert sich auf Symptom-Kontrolle

Zur Zeit gibt es keine antiviralen Medikamente oder Impfstoffe gegen COVID-19. Die Behandlung konzentriert sich auf die Kontrolle der Symptome. „Alle Behauptungen, dass ein Medikament, ein pflanzliches Präparat oder eine andere Substanz wirksam gegen COVID-19 ist, sind nicht wissenschaftlich belegt“, unterstreicht Dr. Poland. Er weist eingehend darauf hin, dass man aktuelle Informationen über die Pandemie nur aus zuverlässigen und vertrauenswürdigen Quellen beziehen sollte. (vb)

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