Daten zu Biontech-Impfstoff: Südafrika-Variante kann Schutz durchbrechen

Daten zu Biontech-Impfstoff: Südafrika-Variante kann Schutz durchbrechen

Informationen zur Coronavirus-Impfung vom 12. April 2021

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Todesfall im Impfzentrum: Mann stirbt noch vor Impfung im Wartebereich

07.41 Uhr: In Mönchengladbach ist es am Sonntagmorgen zu einem tragischen Vorfall gekommen, wie die Polizei berichtet. Ein 93-Jähriger Mann verstarb im Anmeldebereich eines Impfzentrums, noch bevor er seine Anti-Corona-Spritze erhielt. Gegen 08.50 Uhr soll es zu dem medizinischen Notfall gekommen sein, Rettungskräfte, Notarzt und Polizei konnten den Tod des Mannes nicht mehr verhindern. Er habe an diversen Vorerkrankungen gelitten, heißt es in dem Bericht weiter. Der Zwischenfall habe zu leichten Verzögerungen im Impfzentrum geführt, alle geplanten Impfungen konnten jedoch durchgeführt werden.

Studie: Biontech-Impfstoff schützt weniger gut gegen südafrikanische Variante

Montag, 12. April, 06.11 Uhr: Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer schützt einer israelischen Studie zufolge weniger gut vor der südafrikanischen Coronavirus-Variante als vor anderen Varianten. "Die südafrikanische Variante ist in gewissem Umfang in der Lage, die Schutzwirkung des Impfstoffs zu durchbrechen", sagte der Co-Autor Adi Stern, der an der Universität Tel Aviv forscht, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.

In der Studie der Universität Tel Aviv und der größten israelischen Krankenkasse Clalit wurden 400 Corona-Infizierte, die nicht geimpft waren, mit 400 Infizierten mit vollständigem oder teilweisem Impfschutz verglichen. Der Anteil der südafrikanischen Variante B.1.351 an den Corona-Fällen in Israel liegt demnach bei weniger als einem Prozent. Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild In einer Hausarztpraxis wird eine Spritze mit dem Biontech-Impfstoff gegen das Coronavirus aufgezogen.

Bei den 150 Probanden, die sich trotz vollständigen Impfschutzes infizierten, war der Anteil der südafrikanischen Variante den Angaben zufolge acht Mal größer als bei den ungeimpften Probanden. "Das bedeutet, dass der Pfizer/Biontech-Impfstoff, obwohl er hochwirksam ist, wahrscheinlich nicht das gleiche Maß an Schutz gegen die südafrikanische Coronavirus-Variante bietet", erklärten die Autoren.

Nach Angaben von Co-Autor Stern wurde in der Studie allerdings nicht überprüft, ob sich die acht vollständig geimpften Probanden, die sich mit der südafrikanischen Variante infizierten, auch einen schweren Krankheitsverlauf hatten. Die Zahl der Geimpften, die sich in Israel mit B.1.351 infizierten, sei so gering, dass eine Aussage über den Krankheitsverlauf statistisch nicht signifikant sei.

Merkels Impftermin offenbar verschoben: Kanzlerin stand heute auf der Liste

18.58 Uhr: Angela Merkel hat offenbar ihren Impftermin verschoben. Der Name der Bundeskanzlerin stand laut "Bild" am Sonntag für einen Termin im Impfzentrum Tempelhofer Feld auf der Liste. Dort wird ausschließlich der Impfstoff Astrazeneca verabreicht. Michael Kappeler/dpa Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Dem Bericht zufolge wurde der Termin kurzfristig über die Buchungsplattform Docolib abgesagt. Regierungssprecher Steffen Seibert wollte sich dazu nicht direkt äußern. "Die Bundeskanzlerin wird sich zeitnah impfen lassen und die Öffentlichkeit darüber informieren", stellte er aber klar.

Ein möglicher Grund für die Terminabsage könnte die Klausurtagung von CDU und CSU gewesen sein, bei der Merkel vor Ort war. Dort kündigten sowohl CDU-Chef Armin Laschet als auch der CSU-Vorsitzende Markus Söder ihre Bereitschaft an, als Kanzlerkandidat der Union bei der Bundestagswahl anzutreten.

Schauspieler Ralf Moeller begleitet Eltern zur Corona-Impfung

15.44 Uhr: Schauspieler Ralf Moeller hat seine Eltern Ursula (85) und Helmut (92) zu ihrer zweiten Corona-Impfung begleitet. Nach einem mehrmonatigen "Kampf" sei er nun zufrieden und glücklich, dass "Vadder" und Mutter vollständig geimpft seien, sagte der ehemalige Bodybuilder, der es aus dem Ruhrgebiet bis nach Hollywood ("Gladiator") schaffte, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Der 62-Jährige ließ seine Eltern am Sonntag mit Taxis zum Impfzentrum in Recklinghausen bringen und ging mit hinein. Er hofft, dass es mit den Impfungen nun schnell weitergeht. "Jetzt muss alles geimpft werden", sagte Moeller. "Das gibt uns Freiheit."

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Zhang Yuwei/AP/picture alliance Ein Sinopharm-Mitarbeiterin inspiziert Impfstoff-Spritzen in einer Verpackungsanlage in Peking im Dezember 2020

In klinischen Studien in Brasilien erzielte der Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac eine Schutzwirkung von nur rund 50 Prozent gegen Infektionen mit dem Coronavirus. Schwere Krankheitsverläufe, die eine medizinische Behandlung erfordern, verhindert der Impfstoff nach Unternehmensangaben aber zu 80 Prozent. Die beiden Corona-Impfstoffe des Unternehmens Sinopharm haben eine Wirksamkeit von rund 79,3 beziehungsweise 72,5 Prozent. Das Vakzin von CanSino schützt zu rund 65 Prozent vor einer Corona-Infektion. 

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