Demenz: Richtige Ernährung kann Alzheimer-Risiko senken – Heilpraxis

Demenz: Richtige Ernährung kann Alzheimer-Risiko senken – Heilpraxis

Alzheimer durch gesunde Ernährung vorbeugen

Die Zahl der Menschen, die an Alzheimer erkranken, nimmt seit Jahren zu. Heilen lässt sich die neurodegenerative Erkrankung bislang nicht. Allerdings lässt sich das Risiko, daran zu erkranken, durch einen gesunden Lebensstil verringern. Eine wichtige Rolle hierbei spielt die Ernährung. Besonders empfehlenswert ist offenbar mediterrane Kost.

Immer mehr Menschen leiden an Demenz, die meisten von ihnen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Eine garantierte Vorbeugung ist bislang zwar nicht möglich, doch ein gesunder Lebensstil mit geistigen, körperlichen und sozialen Aktivitäten sowie einer vernünftigen Ernährung kann dazu beitragen, das Erkrankungsrisiko zu senken.

Schutz für das Gehirn

Die Ernährung hat Einfluss auf die körperliche und geistige Gesundheit. Daher ist sie in zweifacher Hinsicht wichtig für die Alzheimer-Vorbeugung, erklärt die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e. V. (AFI) auf ihrer Webseite.

Eine gesunde Ernährung bietet nicht nur Schutz für das Gehirn, sondern hat gleichzeitig einen positiven Einfluss auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auf einen zu hohen Cholesterinspiegel und Diabetes – allesamt Krankheiten, die im Verdacht stehen, eine Demenz zu begünstigen.

Hoher Energiebedarf

Das menschliche Gehirn macht zwar nur einen Bruchteil unseres Körpergewichtes aus, doch mit 20 Prozent benötigt es recht viel Energie aus unserer Ernährung, um bestmöglich zu funktionieren.

Laut der AFI sollten die benötigten Kalorien in der Nahrung als vollkornreiche Kohlenhydrate vorkommen. Diese werden im Gehirn überwiegend in Form von Glukose (Zucker) verwertet.

Zudem benötigt das Gehirn Eiweiß und langkettige Omega-3- Fettsäuren. Auch sogenannte Antioxidantien sollten in der Ernährung vorkommen, weil sie nervenzellschützende Nährstoffe enthalten, die freie Radikale abwehren.

Antioxidantien kommen in Früchten, Gemüse, in grünem Tee sowie im Olivenöl vor.

Wissenschaftliche Untersuchungen

Eine mediterrane Ernährung (die sogenannte Mittelmeerküche) versorgt das Gehirn mit wichtigen Nährstoffen und stärkt seine Abwehrbereitschaft

Bereits vor Jahren haben Fachleute in einem in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichten Beitrag die Mittelmeerkost neben blutdrucksenkenden Medikamenten sowie körperlicher, geistiger und sozialer Stimulation explizit zur Demenzprävention empfohlen.

Darin wird Bezug genommen auf wissenschaftliche Untersuchungen, die zeigten, das sich Konsumentinnen und Konsumenten einer durch Nüsse beziehungsweise Olivenöl erweiterten mediterranen Kost im Vergleich zur Kontrollgruppe, denen eine fettarme Ernährung nahegelegt wurde, kognitiv verbessert hatten, berichtet die Assmann-Stiftung für Prävention auf ihrer Webseite.

Die Studienautorinnen und -autoren führten diesen Erfolg insbesondere auf die gefäßschützende und antioxidative Wirkung der mediterranen Ernährung zurück, welche Alterungsprozesse im Gehirn verzögern kann.

Auch andere Studien belegten, dass sowohl die ursprüngliche Mittelmeerküche als auch die von ihr abgeleitete Mediterrane Intervention gegen Neurodegenerativen Abbau (MIND)-Diät dazu beigetragen haben, den kognitiven Abbau zu verringern.

Empfehlenswerte Lebensmittel

Die AFI empfiehlt, viel Obst und Gemüse, Olivenöl und Nüsse, dafür wenig oder gar kein rotes Fleisch und viel Fisch zu essen.

Beim Fisch sollte man eher zu fettem Seefisch wie Lachs, Kabeljau oder Makrele greifen, weil sie viele langkettige Omega-3-Fettsäuren enthalten. Letztere sind auch in kaltgepresstem Raps-, Oliven- und Leinöl zu finden. Die Öle sollten kalt, wie etwa in Salaten, verwendet werden.

Zellschutz bieten auch Polyphenole aus Heidelbeeren und rotem Traubensaft. Empfehlenswert sind auch Nüsse in kleinen Mengen mit ihren wertvollen Eiweißbausteinen, Spurenelementen und Fetten.

Zudem sollte ausreichend getrunken werden, empfohlen werden zwei bis drei Liter pro Tag. Darunter können auch koffeinhaltige Lebensmittel sein wie zum Beispiel Kaffee oder (grüner) Tee. Diese schützen durch Antioxidantien.

Die Art und Menge der Fette sowie der Zuckergehalt der Lebensmittel sollten bereits beim Einkaufen im Blick behalten werden.

Man sollte sich nicht auf einige wenige Nahrungsmittel konzentrieren und einseitige Ernährungsansätze wie Diäten vermeiden. Denn nur eine ausgewogene Ernährung versorgt unseren Körper mit allen benötigten Nährstoffen.

Entscheidend ist, dass neben einer gesunden Ernährung auch die anderen vorbeugenden Maßnahmen wie körperliche Aktivitäten nicht zu kurz kommen, um das Alzheimer-Risiko zu senken. (ad)

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Autoren- und Quelleninformationen

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