Forscher testen kuriose Methode gegen Übergewicht – Kritiker finden Idee "abstoßend"

Forscher testen kuriose Methode gegen Übergewicht – Kritiker finden Idee "abstoßend"

Es klingt erst einmal verrückt, ist aber wahr: Magnete im Gebiss sollen laut neuseeländischen Wissenschaftlern künftig Menschen beim Abnehmen helfen. Wer die Kiefersperre trägt, müsse sich auf eine flüssige Ernährung beschränken, erklärte Paul Brunten, der leitende Wissenschaftler hinter dem Projekt. Denn der Kiefer lasse sich durch die Magneten an den Backenzähnen nur zwei Millimeter öffnen. Kritiker verglichen die Konstruktion im Internet jedoch eher mit einem "mittelalterlichen Folterapparat".

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Magnete als „attraktive“ OP-Alternative

Die Forscher sprechen von einer "Weltpremiere" und versichern, dass das Atmen und Sprechen durch ihre Vorrichtung namens "DentalSlim Diet Control" nicht beeinträchtigt werde. Die Magnete seien eine "attraktive Alternative zu chirurgischen Eingriffen". In Notfällen, wie etwa bei Panikattacken, gebe es eine simple Möglichkeit, das Gerät schnell zu öffnen.

Im "British Dental Journal" gaben die Wissenschaftler an, sieben Frauen über einen Zeitraum von zwei Wochen mit den Magneten ausgestattet zu haben. Im Durchschnitt sei ein Gewichtsverlust von 6,36 Kilogramm beobachtet worden, ohne dass eine Probandin den "Not-Mechanismus" gezogen habe. Die Kiefersperre sei von ihnen als "erträglich" empfunden worden.

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„Abstoßend und entmenschlichend“

In Online-Netzwerken werden allerdings die ethischen Grundlagen der Versuche in Frage gestellt. Den Forschern wurde unter anderem vorgeworfen, "Fat Shaming" zu betreiben. Ein Kritiker nannte die Tests "abstoßend und entmenschlichend".

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt man mit einem Body-Mass-Index von mindestens 25 als übergewichtig, adipös ab einem Wert von 30. Der BMI wird berechnet, indem das Gewicht durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat geteilt wird. Nach Angaben des Portals Statista waren im Jahr 2017 mehr als 36 Prozent der Deutschen übergewichtig, mit einem BMI zwischen 25 und 30. 15,2 Prozent hatten sogar einen BMI zwischen 30 und 40.

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