Inhalatoren regelmäßig reinigen! Aber wie?

Inhalatoren regelmäßig reinigen! Aber wie?

Inhalatoren, wie sie bei Asthma und COPD eingesetzt werden, gehören zu den erklärungsbedürftigenArzneiformen. Was dabei genau zu beachten ist, erklärte Apothekerin Christiane Weberin ihrem Seminar auf der Interpharm in Stuttgart. Unter anderem ging es darum, was bei der Reinigung der Devices zu beachten ist.

Viele der Inhalatoren, die bei der Arzneimittelkommissionder Apotheker reklamiert werden, sind schlichtweg verstopft, aber eigentlichvoll funktionsfähig. Das hat eine Auswertung der ABDA ergeben. Deswegen ist esessenziell, dass in der Apotheke Patienten bei der Abgabe darauf hingewiesenwerden, ihre Devices regelmäßig zu reinigen. Was bei welchem Gerät zu beachtenist, erklärte Apothekerin Christiane Weber auf der Interpharm in Stuttgart.

So sollen Dosieraerosole einmal wöchentlich gereinigtwerden, die Patrone solle man dabei abnehmen. „Mit einem trockenenTuchmachen Sie nie etwas falsch“, so Weber, die auch Schulungen zu Inhalatoren inder Apotheke durchführt. Die meisten Inhalatoren könne man aber auch mit einen feuchten Tuch bzw. die Mundstückesogar unter fließendem Wasser reinigen. Allerdings sollte man vorher einen Blick indie Gebrauchsinformation werfen, denn bei einigen Inhalatoren werde das nichtempfohlen.

Bei Foster® und Serevent® istdas zum Beispiel der Fall. Hier müsse man eben mit dem trockenen Tuch oder einemWattestäbchen ran. Warum das so ist?Weber erklärt, sie habe bei dem Hersteller nachgefragt. Der erklärt dasfolgendermaßen: Foster ist eine Lösung. Der Hersteller befürchtet, dassnicht wasserlösliche Inhaltsstoffe auskristallisieren könnten, wenn sie mitmöglichen Wasserrückständen im Mundstück in Berührung kommen. Reinigt man mit Wasser, ist es laut Weber wichtig, den Inhalator gut trocknen zu lassen. Die Wirkstoffpatrone dürfe nicht ins Wasser gelegt werden.

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Auch Spacer müssten natürlich gereinigt werden. Das gehe am besten mitLeitungswasser und Spüli, so Weber. Oder in der Spülmaschine. Wichtig ist hier die Programmwahl: über 50 Grad, aber auf keinen Fall über 70° Grad. ES heißt, der Hersteller wolle den Hinweis auf die Spülmaschine sogar streichen. Der Vortex seisogar vaporisierbar und auskochbar. Die Apothekerin wies auch darauf hin, dass viele Patienten gar nicht über die Möglichkeit informiert seien, einen Spacer zu verwenden oder ihn sich sogar verordnen zu lassen. Es lohne sich also gegebenenfalls Patienten darauf anzusprechen.

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