Kreuzimpfung: Impfkommission rechnet mit guter Akzeptanz

Kreuzimpfung: Impfkommission rechnet mit guter Akzeptanz

Rund eine Woche nach der Ankündigung hat die Ständige Impfkommission (STIKO) nun ihre ausführliche COVID-19-Impfempfehlung mit Änderungen in Hinblick auf Kreuzimpfungen veröffentlicht. Die STIKO erwarte, dass die Entscheidung, ein solches Schema jetzt auch für Menschen im Alter von über 60 Jahren zu empfehlen, „gut akzeptiert wird“.

Vergangene Woche hatte die STIKO überraschend mitgeteilt, dass mit AstraZeneca Erstgeimpfte nach Einschätzung des Gremiums als zweite Dosis bereits nach mindestens vier Wochen einen mRNA-Impfstoff erhalten sollten. Hintergrund ist die Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante, gegen die vollständige Impfungen als besonders wichtig gelten. Von Hausärztinnen und -ärzten hatte es wegen „enormen Mehraufwands“ Kritik an dem Vorgehen gegeben, die Menschen seien verunsichert.

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Rund eine Woche nach der Ankündigung hat die Ständige Impfkommission (STIKO) nun ihre ausführliche COVID-19-Impfempfehlung mit Änderungen in Hinblick auf Kreuzimpfungen veröffentlicht. Sie erwarte, dass die Entscheidung, ein solches Schema jetzt auch für Menschen im Alter von über 60 Jahren zu empfehlen, „gut akzeptiert wird“, heißt es in dem am Donnerstagnachmittag veröffentlichten Papier. In dieser mittlerweile achten Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung schreibt die STIKO, dass die Immunantwort laut Studien nach der Kreuzimpfung deutlich stärker ausfällt als nach zwei Dosen AstraZeneca. Es sei eine höhere und länger anhaltende Wirksamkeit zu erwarten. 

Zweimalige AstraZeneca-Impfung schützt ebenfalls sehr gut

Hinzu kommt der Zeitfaktor: Mit der Kreuzimpfung könne für Über-60-Jährige deutlich schneller ein optimaler Schutz erreicht werden. Zwei Dosen AstraZeneca sollten ursprünglich im Abstand von bis zu zwölf Wochen verabreicht werden. Das kürzere Intervall kann mit etwas stärkeren Impfreaktionen nach der zweiten Dosis einhergehen, so die STIKO mit Blick auf Studien.

Die STIKO hatte zuvor nur jüngeren Menschen ein heterologes Impfschema angeraten, wenn sie bereits eine Erstimpfung mit AstraZeneca bekommen hatten, bevor dieser Impfstoff nur noch für Impfwillige ab 60 Jahren empfohlen wurde. Besondere Relevanz sieht die STIKO in ihrer Empfehlung nun für diejenigen, die gerade erst mit AstraZeneca geimpft wurden oder deren erste Impfung damit noch bevorsteht. Wer hingegen in Kürze seinen zweiten Termin für eine AstraZeneca-Impfung hat, könne diesen „durchaus akzeptieren“, hieß es. Eine zweimalige AstraZeneca-Impfung in einem Abstand von neun bis zwölf Wochen schütze „ebenfalls sehr gut vor schweren Infektionen mit der Delta-Variante“.

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