Mit falschem Arm zum echtem Nachweis: Italiener wollte mit Silikon-Arm bei der Covid-Impfung tricksen

Mit falschem Arm zum echtem Nachweis: Italiener wollte mit Silikon-Arm bei der Covid-Impfung tricksen

Es klingt wie eine Aktion aus einer Sketch-Comedy. Weil er sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollte, setzte ein Italiener am Donnerstagabend auf einen absurden Plan: Statt seines eigenen hielt er den Ärzten auf der Impfstation einen Gummi-Arm hin. Nun drohen ihm Konsequenzen.

Bei dem Arm habe es sich im eine echt aussehende Prothese aus Silikon gehandelt, berichtet der Regionaldirektor Albert Cirio in einem Facebook-Post. Allerdings sei niemand auf die dreiste Masche hereingefallen. Die Impfärztin habe sofort die merkwürdige Farbe des Armes bemerkt und den Mann gebeten, sein Hemd auszuziehen. Dabei flog er auf. "Er sah mich halb lächelnd an und bat mich, ihm die Spritze trotzdem zu geben und so zu tun, als habe ich nichts gesehen", berichtet die Ärztin gegenüber "La Repubblica".

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Strenge Regeln in Italien

Anlass für die Scharade dürften die strengen Covid-Maßnahmen sein, mit denen sich Italien vor einem erneuten Aufflammen der Pandemie schützen möchte. "Ich brauche die Impfung, um weiter arbeiten zu können", soll der Mann der Ärztin gesagt haben. Ab Montag gelten in Italien verschärfte Regeln nachdem bereits seit Oktober ein "grüner Pass" für die Arbeit benötigt wird, der dem deutschen 3G (geimpft, genesen, getestet) entspricht, benötigt man ab Montag in vielen Alltagssituationen den "supergrünen Pass", der dem deutschen 2G entspricht. Ohne Impfung darf man dann in vielen Berufen nicht mehr arbeiten. Bei dem Impf-Betrüger soll es sich laut Medienberichten um einen Zahnarzt gehandelt haben.

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Der 57-Jährige wurde demnach bei der lokalen Polizei gemeldet. Obwohl es sich um eine Impfstation ohne Terminvergabe handelt, konnte seine Identität schnell ermittelt werden, weil er seine Daten bereits eingetragen hatte. Er wird sich vor Gericht verantworten müssen.

"Dieser Fall würde an Lächerlichkeit grenzen, wenn es nicht um ein solch wichtiges Thema gehen würde", ärgerte sich Regionaldirektor Cirio. "Wenn man sich die gewaltigen Aufopferungen unserer gesamten Gesellschaft betrachtet, von Menschenleben über die sozialen und wirtschaftlichen Kosten, ist es schlicht unakzeptabel."

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