Oster-Effekt? Nur 7304 neue Fälle, aber deutlich mehr Patienten auf Intensivstation

Oster-Effekt? Nur 7304 neue Fälle, aber deutlich mehr Patienten auf Intensivstation

Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie: NRW-Ministerpräsident und CDU-Chef Laschet fordert einen „Brücken-Lockdown“ im Kampf gegen die dritte Welle – und erntet dafür Kritik von allen Seiten. Alle aktuellen Corona-News finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

News zu Corona in Deutschland vom 6. April

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Neuseeland und Australien starten quarantänefreien Reiseverkehr

08.12 Uhr: Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie können Menschen in Neuseeland und Australien ab dem 19. April wieder zwischen beiden Ländern reisen. Eine Quarantäne ist nicht erforderlich. Neuseelands Ministerpräsidentin Jacinda Ardern bezeichnete den Schritt am Dienstag als "den Beginn eines neuen Kapitels". Es sei sehr schwer für viele Menschen gewesen, ihre Freunde und Familien in Australien ein Jahr lang nicht sehen zu können.

Beide Staaten hatten ihre Grenzen für Reisende im März 2020 geschlossen. Abgesehen von wenigen Ausnahmen durften nur noch eigene Bürger und Menschen mit Wohnsitz ins Land.

Neuseeland gilt wegen extrem strenger Maßnahmen und genauer Kontaktverfolgungen als Musterland in der Krise. In dem Land mit 4,8 Millionen Einwohnern wurden bisher rund 2500 Fälle verzeichnet, 26 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Schon lange herrscht wieder eine weitgehende Normalität. Auch Australien ist sehr erfolgreich im Umgang mit der Pandemie. Die Behörden in Down Under bestätigten bislang rund 29 000 Fälle und 909 Todesopfer bei einer Bevölkerung von mehr als 25 Millionen Menschen.

"Was heißt das alles?": Für Laschets "Brücken-Lockdown" hagelt es Kritik von allen Seiten

07.35 Uhr: Der Vorstoß des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet für einen "Brücken-Lockdown" und eine vorgezogene Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Krise ist auf Skepsis gestoßen. "Es ist, glaube ich, noch sehr viel unklar, was Herr Laschet damit meint", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller am Montag dem ARD-Hauptstadtstudio zum Vorschlag des CDU-Vorsitzenden. 

Laschet hatte beim Besuch eines Impfzentrums in Aachen vorgeschlagen, das für den 12. April geplante Bund-Länder-Treffen vorzuziehen und einen kurzen, aber harten Lockdown zu beschließen. Mit einem "Brücken-Lockdown" könnten die Corona-Infektionen auf ein niedrigeres Niveau gedrückt werden, das dann durch Testungen gehalten werden könne, bis mehr Menschen geimpft seien. "Für die letzten Meter brauchen wir noch einmal eine Kraftanstrengung", forderte Laschet.

Müller sagte dazu: "Ein Brücken-Lockdown für eine Übergangszeit und dann mit welchen Maßnahmen? Und das soll so lange gelten, bis viele Menschen geimpft sind. Was heißt das alles? Also, ich glaube, da sind viele Überlegungen auch bei Herrn Laschet noch nicht abgeschlossen, und insofern glaube ich, macht es auch keinen Sinn, jetzt vorfristig zu einer Ministerpräsidentenkonferenz zusammenzukommen."

Verhalten äußerte sich auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow. "Wir können als Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten gerne jederzeit zusammenkommen, aber da muss auch vorher was auf dem Tisch liegen, was wir dann auch wirklich gemeinsam beschließen und vor allem auch alle umsetzen", sagte er dem "Spiegel". Die "aktuellen Wortmeldungen" seien "wieder Stückwerk und von Hektik geprägt", kritisierte er. dpa/Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa Der Ministerpräsident von Thüringen Bodo Ramelow  

Als "Verzweiflungstat" bezeichnete der FDP-Vizevorsitzende Wolfgang Kubicki Laschets Vorstoß. Die Menschen sollten noch stärker eingeschränkt werden, "um das Scheitern der Impfstrategie der CDU-geführten Bundesregierung zu überdecken", sagte Kubicki den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Außerdem entstehe der Eindruck, Laschet wolle "bei der Unions-Kanzlerfrage wieder Boden gutmachen". Viele Menschen hätten genug von neuen, "noch härteren Einschränkungsankündigungen".

Deutliche Kritik kam auch vom Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen. Er nannte es in der "Rheinischen Post" "besorgniserregend, dass Laschets Nachdenken über Ostern offensichtlich nur dazu geführt hat, einen neuen Namen für einen Lockdown zu erfinden, statt endlich schnell und konsequent durchzugreifen". Anstelle einer erneuten Ministerpräsidentenkonferenz sollte die "Bundesregierung dem Bundestag lieber sofort ein Gesetz vorlegen, mit dem ein bundesweit einheitlicher, wirkungsvoller Lockdown kurzfristig umgesetzt werden könnte", forderte er.

  • Lesen Sie dazu auch:Jetzt mal ganz hart: Wie Laschet sich aus der Schusslinie von Merkel und Söder bringt 

Corona-Pandemie: Saarland beginnt mit Lockdown-Ausstieg

06.41 Uhr: Trotz steigender Infektionszahlen und einer Inzidenz von 85,7 (Stand: 06.04.2021) beginnt das Saarland am Dienstag mit einem Ausstieg aus dem Corona-Lockdown. Eine ganze Reihe von Einrichtungen und Häusern darf wieder öffnen, neben der Außengastronomie zählen auch Kinos, Theater, Konzerthäuser, Fitnessstudios und Tennishallen dazu. Wer die neuen Öffnungen nutzen möchte, braucht in der Regel einen negativen Corona-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Zudem dürfen sich im Freien – auch in der Außengastronomie – bis zu zehn Personen treffen, wenn sie negativ getestet worden sind.

Damit geht erstmals ein ganzes Bundesland als Corona-Modellprojekt an den Start. Mit dem "Saarland-Modell" will die Landesregierung den Bürgern wieder mehr Freiheiten ermöglichen. "Mit dem Saarland-Modell soll keine Corona-Infektion unentdeckt bleiben", sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Denn je mehr getestet werde, desto mehr werde aufgedeckt.

Die Öffnungen sind nach dem Beschluss der Regierung in dieser Form nur erlaubt, solange die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche, stabil unter 100 liegt.

Foto: dpa Tobias Hans (CDU), seit 2018 der Ministerpräsident des Saarlands.  

Corona-Zahlen in Spanien steigen

06.21 Uhr: In Spanien spitzt sich die Corona-Lage immer weiter zu. Die in Spanien wichtige Richtmarke der Infizierten pro 100.000 Einwohner in 14 Tagen steigt offiziellen Daten zufolge auf 163,4. Am Samstag waren es noch 151,8.

Fernando Simon, der Leiter des spanischen Gesundheitsnotdiensts, sagte, die Zahl der Neuinfektionen steige landesweit und im Gesundheitssystem baue sich Druck auf. Die Entwicklung sei allerdings nicht so heftig wie bei den vergangenen Infektionswellen.

RKI registriert 6885 Corona-Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle

05.11 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6885 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 90 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9549 Neuinfektionen und 180 neue Todesfälle verzeichnet. Das RKI weist darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage vielerorts meist weniger Tests gemacht und gemeldet werden. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln. Die berichteten Fallzahlen dürften dadurch niedriger ausfallen und nur eine eingeschränkte Aussagekraft haben.

Berlin: Schärfere Kontaktbeschränkungen für private Treffen

03.32 Uhr: Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie gelten in Berlin von Dienstag an nochmals verschärfte Regeln für private Treffen in geschlossenen Räumen. Tagsüber dürfen sich nur noch Angehörige eines Haushalts oder Lebenspartner plus eine weitere Person zusammen drinnen aufhalten. Kinder bis 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Nachts sind zwischen 21.00 Uhr und 05.00 Uhr keine Besuche mehr erlaubt. Die Angehörigen eines Haushalts oder Lebenspartner müssen unter sich bleiben.

Die Regelungen hatte der Senat am vergangenen Donnerstag beschlossen. Bereits seit Freitag dürfen sich Menschen im Freien nachts zwischen 21.00 und 05.00 Uhr nur noch alleine oder zweit aufhalten. Tagsüber sind Zusammenkünfte im Freien nur mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt. Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Bouffier offen für Vorziehen der Corona-Runde von Bund und Ländern

Dienstag, 6. April 2021, 01.22 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier ist offen für den Vorschlag seines NRW-Kollegen Armin Laschet (beide CDU), schon in den nächsten Tagen in einer Bund-Länder-Runde über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie zu beraten. "Ich wäre bereit, die Ministerpräsidentenkonferenz vorzuziehen", sagte Bouffier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Sie müsste dann aber als Präsenzveranstaltung stattfinden. Ziel muss eine Verständigung der Länder sein." Arne Dedert/dpa Volker Bouffier (CDU), Ministerpräsident des Landes Hessen, spricht.

Laschet hatte vorgeschlagen, im Kampf gegen die dritte Corona-Welle schon in den nächsten Tagen einen schnellen und harten "Brücken-Lockdown" zu beschließen. Dazu will der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident die für den 12. April geplante Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten vorziehen. Auch er plädiert für ein Treffen in Präsenz.

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), hat vorgezogene Beratungen bereits abgelehnt. Aus seiner Sicht wirft Laschets Vorschlag viele Fragen auf, die vorab erst mal geklärt werden müssten.

Sehen Sie hier die Inzidenzen im Überblick:  
 
 

Nur 7304 neue Corona-Fälle, aber deutlich mehr Corona-Patienten auf Intensivstation

20.36 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben binnen eines Tages 7304 Corona-Neuinfektionen und 60 weitere Todesfälle gemeldet. Vor genau einer Woche haben die Gesundheitsämter binnen eines Tages 7792 Neuinfektionen und 49 neue Todesfälle gemeldet.

Inwieweit sich die Infektionslage über Ostern verändert hat, ist derzeit noch schwer einzuschätzen. Das RKI weist darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage vielerorts meist weniger Tests gemacht und gemeldet werden. Die berichteten Fallzahlen dürften dadurch niedriger ausfallen und nur eine eingeschränkte Aussagekraft haben.

Das ist auch bei der Interpretation der Sieben-Tage-Inzidenz – also der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche – zu beachten, die das RKI am Ostermontag mit 128,0 angab. Am Vortag lag sie bei 127,0, am Gründonnerstag noch bei 134,2. Vor drei Wochen gab das RKI den Wert mit 82,9 an.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 2.897.204, 77.080 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg 373.174 (+730), 8761 Todesfälle (+14)
  • Bayern 510.350 (+1436), 13.323 Todesfälle (+9)
  • Berlin 149.231 (+194), 3086 Todesfälle (+0)
  • Brandenburg 90.156 (+213), 3320 Todesfälle (+4)
  • Bremen 21.524 (+54), 410 Todesfälle (+2)
  • Hamburg 63.216 (+255), 1397 Todesfälle (+0)
  • Hessen 224.677 (+633), 6375 Todesfälle (+5)
  • Mecklenburg-Vorpommern 31.736 (+149), 879 Todesfälle (+3)
  • Niedersachsen 203.071 (+584), 4908 Todesfälle (+3)
  • Nordrhein-Westfalen 625.790 (+1455), 14.316 Todesfälle (+11)
  • Rheinland-Pfalz 119.728 (+394), 3343 Todesfälle (+1)
  • Saarland 32.588 (+167), 941 Todesfälle (+0)
  • Sachsen 227.371 (+472), 8428 Todesfälle (+1)
  • Sachsen-Anhalt 75.726 (+194), 2762 Todesfälle (+3)
  • Schleswig-Holstein 51.187 (+171), 1443 Todesfälle (+2)
  • Thüringen 97.679 (+203), 3388 Todesfälle (+2)

Gesamtstand (05.04.2021, 20.10 Uhr): 2.897.204 Fälle (+7304), 77.080 Todesfälle (+60)

Vortag (04.04.2021, 20.10 Uhr): 2.889.900 Fälle (+11.010), 77.020 Todesfälle (+62)

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 2.581.500 (+12.100). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei etwa 238.624.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (7-Tage-R-Wert): 0,90 (Stand Vortag: 0,97)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 4.144 (+93)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2309 (+90)

Anzahl Geimpfter (und Impfquote) laut RKI (Stand 03.04.): 10.046.898 Menschen haben bereits eine Erstimpfung erhalten (12,1 Prozent) und 4.334.170 Menschen eine Zweitimpfung (5,2 Prozent)

Anteil positiver Coronatests: über 9%.

Seit Beginn der Pandemie wurden damit rund 2.897.204 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland gezählt. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.581.500 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 77.080.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Montagnachmittag bei 0,90 (Vortag: 0,97). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 90 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Besorgniserregend ist die Lage auf den Intensivstationen. Die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung hat über Ostern erstmals seit zwei Monaten wieder die Marke von 4000 überschritten. So lagen am Montag 4144 Corona-Fälle auf der Intensivstation, wie die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in ihrem täglichen Corona-Bericht schrieb (Stand 5.4., 12.15 Uhr). Das sind 93 Patienten mehr als am Vortag und über 500 mehr als vor einer Woche. Rund 56 Prozent der Covid-Patienten auf Intensivstation werden aktuell invasiv beatmet. Die Zahl der bundesweit freien Intensivbetten (ohne 7-Tage-Notfallreserve) wird mit 3775 angegeben.

Anfang Januar erreichte die Zahl der Covid-Intensivpatienten einen Höhepunkt mit mehr als 5500 Fällen. Mit dem Abschwellen der zweiten Welle ging diese Zahl deutlich zurück, Anfang März waren es weniger als 3000 Patienten. Mit der steigenden Zahl an Neuinfektionen in der dritten Welle geht auch die Zahl der Intensivpatienten wieder nach oben. Dies geschieht mit Verzögerung, auch weil zwischen einer Infektion und einer Einlieferung ins Krankenhaus einige Zeit vergeht.

Mediziner und Wissenschaftler fordern seit Tagen eindringlich einen harten Lockdown, um die Infektionszahlen zu drücken und dadurch auch den Druck von den Kliniken zu nehmen. Wenn sich der derzeitige Trend fortsetze, "sind wir in weniger als vier Wochen an der regulären Kapazitätsgrenze angelangt", sagte Christian Karagiannidis kürzlich der "Rheinischen Post". Er ist wissenschaftlicher Leiter des Divi-Intensivregisters.

 

Laschet fordert neuen "Brücken-Lockdown" und Blitz-Gipfel

14.30 Uhr: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat sich angesichts der dritten Corona-Welle für einen harten und kurzen Lockdown im April ausgesprochen. Mit einem solchen "Brücken-Lockdown" müsse die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien. Man müsse daher in "vielen Bereichen nachlegen und uns Richtung Lockdown bewegen", erklärte Laschet.

Das bedeute:

  • Gebraucht würden weniger private Kontakte. Das könnten auch Ausgangsbeschränkungen in den Abend- und Nachtstunden bedeuten. Diese seien ein effektives Mittel, um Kontakte im privaten Raum zu reduzieren.
  • Zudem müsse man sich auf das Notwendige bei Kitas- und Schulen fokussieren – bei gleichzeitiger Absicherung durch flächendeckende und eng getaktete Tests.
  • Außerdem sprach Laschet von einer Home-Office-Offensive. "Es sind immer noch viel zu viele Menschen in Bewegung zum Arbeitsplatz", sagte Laschet. In den zwei bis drei Wochen des Lockdowns müsse die Homeoffice-Offensive der Wirtschaft nochmals vorankommen. Dazu werde die Bundesregierung diese Woche nochmals mit den Wirtschaftsverbänden auch über Testungen sprechen.
  • Es müsse zudem bei der Schließung der Gastronomie bleiben, außerdem müsse es im gesamten Freizeitbereich nochmals eine Reduzierung geben.

Man sei in einer "Ausnahmesituation", in der jetzt schnelles Handeln notwendig sei, so der CDU-Chef und NRW-Ministerpräsident.

Zudem fordert er, die nächste Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vorzuziehen. Statt wie geplant am 12. April sollten Bund und Länder sich bereits diese Woche zum nächsten Corona-Gipfel treffen. Der Gipfel solle als Präsenz-Sitzung stattfinden. "Wir dürfen nicht wieder eine Ministerpräsidentenkonferenz erleben wie beim letzten Mal. Mit stundenlangen Diskussionen, mit stundenlangen Auszeiten", so Laschet.

Surf-Tipp: Laschet will "Brücken-Lockdown": Diese Regeln fordert der CDU-Chef

 

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