Paprika zum Schutz vor Herzkrankheiten und Krebs? – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

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Schützt Paprika vor gefährlichen Erkrankungen?

Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs kosten jedes Jahr viele Menschen in Deutschland das Leben. Eine gesunde Ernährung ist natürlich kein Allheilmittel, aber sie kann durchaus zu einer Reduzierung des Erkrankungsrisikos beitragen. Insbesondere der Verzehr von Paprika scheint hier einige Vorteile im Bezug auf die genannten Erkrankungen mit sich zu bringen.

Paprika kann als Gemüse verzehrt oder auch als Gewürz verwendet werden, das aus den getrockneten Paprikaschoten der Pflanze Capsicum annuum hergestellt wird. Es gibt verschiedene Untersuchungen, welche den Verzehr von Paprika mit vorteilhaften gesundheitlichen Auswirkungen in Verbindung gebracht haben.

Wie lässt sich das Risiko für Herzerkrankungen reduzieren?

Der Schlüssel zur Senkung des Risikos für Herzerkrankungen ist die Kontrolle des Cholesterinspiegels. Cholesterin kann die Arterien verstopfen und dadurch das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen. Um mögliche Risiken zu reduzieren, sollte das ungesunde LDL-Cholesterin vermindert und gleichzeitig das HDL-Cholesterin erhöht werden, welches den schädlichen Auswirkungen des LDL-Cholesterins entgegenwirkt. Es gibt Anzeichen dafür, dass der Verzehr von Paprika hierbei behilflich ist.

Capsanthin scheint den HDL-Cholesterinspiegel zu erhöhen

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Capsanthin, ein Carotinoid in Paprika, den HDL-Cholesterinspiegel zu erhöhen scheint. Eine Studie ergab beispielsweise, dass mit Paprika und Capsanthin gefütterte Ratten einen signifikanten Anstieg des HDL-Cholesterinspiegels aufwiesen, verglichen mit normal gefütterten Ratten.

Weitere positive Auswirkungen von Paprika

Die in Paprika enthaltenen Carotinoide scheinen ebenfalls zur Senkung des Gesamt- und LDL-Cholesterinspiegels beizutragen. Bei einer weiteren Studie mit 100 gesunden erwachsenen Teilnehmenden zeigte sich, dass eine Nahrungsergänzung mit neun Milligramm Paprika-Carotinoiden pro Tag mit signifikant niedrigeren LDL- und Gesamtcholesterinwerten verbunden war, verglichen mit Placebo einnehmenden Personen.

Weniger oxidativer Stress dank Paprika?

Mehrere Paprika-Carotinoide, darunter Beta-Carotin, Lutein und Zeaxanthin, bekämpfen nachweislich den oxidativen Stress. Es wird angenommen, dass oxidativer Stress das Risiko für bestimmte Krebsarten erhöht. Oxidativer Stress bezeichnet ein Ungleichgewicht von instabilen Molekülen im Körper, welche als freie Radikale und Antioxidantien bezeichnet werden. Solch ein Ungleichgewicht kann zu Zell- und Gewebeschäden beitragen.

Schützt Paprika vor Krebs?

In einer Studie, an der fast 2.000 Frauen teilgenommen haben, zeigten die Frauen mit den höchsten Blutspiegeln an Beta-Carotin, Lutein, Zeaxanthin und Gesamtcarotinoiden eine um 25 bis 35 Prozent geringeren Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken. Darüber hinaus deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass Capsaicin in Paprika das Wachstum und Überleben von Krebszellen hemmen kann, indem es die Expression mehrerer Gene beeinflusst.

Ernährung und Bewegung schützen die Gesundheit

Weitere Forschungsergebnisse zeigen, dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst und Gemüse, Vollkorngetreide und gesundem Eiweiß (wie Meeresfrüchte, Tofu oder Bohnen) sowie einem geringen Anteil an raffiniertem Getreide, zugesetztem Zucker, rotem und verarbeitetem Fleisch mit einem geringeren Risiko für Herzerkrankungen und Brustkrebs verbunden ist. Zusätzlich zu einer gesunden Ernährung sollte auch auf ausreichende regelmäßige Bewegung geachtet werden, um das Risiko für viele Erkrankungen zu reduzieren. (as)

Autoren- und Quelleninformationen

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