R-Wert so niedrig wie seit Juli nicht mehr – Zahl der aktiven Fälle sinkt deutlich

R-Wert so niedrig wie seit Juli nicht mehr - Zahl der aktiven Fälle sinkt deutlich

Wie viele Coronavirus-Neuinfektionen meldet das RKI heute? Wie viele Fälle sind noch aktiv, wie viele Menschen genesen oder gestorben? Wie viele andere steckt ein Infizierter im Durchschnitt an? FOCUS Online liefert Ihnen die wichtigsten Daten zur Entwicklung der Covid-19-Pandemie in Deutschland am Dienstag.

Dienstag, 29. Dezember: Die Covid-19-Lage am Morgen

1. Neuinfektionen

Gegen Jahresende liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf einem deutlich niedrigeren Niveau als noch Mitte Dezember vor Weihnachten. Das Robert-Koch-Institut meldet am Dienstagmorgen lediglich 12.892 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages. Vor genau einer Woche waren 19.528 Neuinfektionen binnen eines Tages registriert worden.

Die Zahl der Neuinfizierten ist jedoch nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI während der Feiertage und zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnet. Erst nach Normalisierung der Datenlage in den nächsten Tagen wird sich zeigen, ob sich der Trend zu weniger Neuinfektionen tatsächlich bestätigt.

Insgesamt sind in Deutschland laut RKI seit Beginn der Pandemie bislang 1.664.726 Covid-19-Fälle bekannt.

RKI/FOL/Datawrapper  

2. Tote, Genesene, aktive Fälle

Die Zahl der in Deutschland mit oder an dem Coronavirus gestorbenen Menschen hat sich auf 30.978 erhöht, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen bekannt gab. Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 852 weitere Todesfälle. RKI/FOL/Datawrapper

Ferner stieg die Zahl der Genesenen auf 1.277.900, insgesamt gibt es aktuell rund 355.900 aktive Fälle in Deutschland. Das sind knapp 10.100 weniger als am Vortag.

3. 7-Tage-Inzidenz

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Dienstagmorgen bundesweit bei 149,2. Ihr bisheriger Höchststand war vor genau einer Woche mit 197,6 erreicht worden.

Dabei handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in diesem Zeitraum. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut RKI-Dashboard am Dienstagmorgen erneut in Sachsen mit 364,7 am höchsten. Im Vergleich zum Vortag (371,3) ist sie gesunken. Am zweitstärksten betroffen ist Thüringen mit einer Inzidenz von 273,7 (Vortag: 288,2). Auf Platz 3 folgt Sachsen-Anhalt mit einer Inzidenz von 172,2 (Vortag: 182,9). Den niedrigsten Wert hatte erneut Mecklenburg-Vorpommern mit 77,2 (Vortag: 77,0).

RKI/FOL/Datawrapper In Sachsen ist die Corona-Lage weiterhin am dramatischsten.  

Wie aus dem Lagebericht des RKI vom Montagabend hervorgeht, ist die Situation in Sachsen weiterhin am dramatischsten. Deutschlands Corona-Hotspot Nummer 1 liegt jedoch in Thüringen – der Kreis Altenburger Land verzeichnet mit einem Wert von 558,2 bundesweit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz. Dicht darauf folgt der sächsische Vogtlandkreis (555,3). Platz drei und vier im Landkreis-Ranking belegen die bayerische Stadt Coburg (533,2) sowie der sächsische Landkreis Meißen (514,7).

Screenshot RKI  

4. R-Wert

Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter in der Regel ansteckt. Der bundesweite Vier-Tage-RWert liegt laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 0,71 – er ist im Vergleich zum Vortag (0,82) deutlich gesunken. Das Vier-Tage-R hat damit das niedrigste Niveau seit dem 9. Juli erreicht: Rechnerisch stecken derzeit also 100 Infizierte 71 weitere Menschen an. Ab einem Wert von 0,7 oder niedriger geht man davon aus, dass das Infektionsgeschehen kontrollierbarer wird. RKI/FOL/Datawrapper Der R-Wert ist aktuell so niedrig wie seit dem 19. Juli nicht mehr.

Das 7-Tage-R, das weniger Schwankungen ausgesetzt ist, lag am Montagabend bei 0,74. Das ist ein etwas niedrigerer Wert als am Vortag (0,83).

5. Intensivbettenbelegung in Deutschland

Das Divi-Intensivregister meldet 5588 Covid-19-Patienten in Intensivbetten (Stand Dienstag). Von den 5588 Patienten sind 3011 an Beatmungsgeräte angeschlossen, das sind rund 54 Prozent der Covid-Intensivpatienten. Screenshot DIVI

Insgesamt sind laut Intensivregister aktuell 19.885 Intensivbetten belegt und 4043 Betten frei – das entspricht einer Auslastung von rund 83 Prozent.

Hinweis: Zahlen können aufgrund von Meldeverzug von den tatsächlichen Zahlen abweichen.

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