RKI vermeldet den mit Abstand höchsten R-Wert seit dem Lockdown

RKI vermeldet den mit Abstand höchsten R-Wert seit dem Lockdown

Die Covid-19-Pandemie hält die Welt weiter in Atem. Mehr als 8,5 Millionen Menschen haben sich bislang weltweit mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 188.716 davon in Deutschland – wo es immer wieder zu lokalen Ausbrüchen kommt. Alle Neuigkeiten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Covid-19-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Quarantäne in Göttingen: Bewohner bewerfen und verletzen Polizisten (18.08 Uhr) +++ Zu geringe Corona-Abstände: Teile der Düsseldorfer Altstadt geräumt (14.17 Uhr) +++ Türkischer Außenminister enttäuscht über Einstufung als Risikogebiet (14.13 Uhr) +++ Sechsstündige Ausgangssperre in der Türkei (1126 Uhr) +++ Für Trump gehört Corona schon der Vergangenheit an (07.18 Uhr) +++

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  • Tönnies: Professor warnt nach Virus-Ausbruch: " Fleisch ist brandgefährlich" 
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Robert-Koch-Institut: Reproduktionszahl steigt stark an – mit Abstand höchster Wert seit Wochen

19.15 Uhr: Mehrere regionale Coronavirus-Ausbrüche in Rheda-Wiedenbrück, Göttingen, Berlin und Magdeburg haben den Reproduktionszahl (R) laut Angaben des Robert-Koch-Instituts am Samstag wieder stark steigen lassen. Der R-Wert, der bei inzwischen geringeren Fallzahlen zwar volatil ist, stieg von 1,06 auf 1,79 und liegt damit so hoch, wie seit Wochen nicht mehr. Das ist der mit Abstand höchste R-Wert seit dem Lockdown.

Besonders der Corona-Gau in der Fleischfabrik Tönnies mit mehr als 1.000 Infizierten dürfen den Wert nach oben katapultiert haben.

TOP-NEWS: Quarantäne in Göttingen: Bewohner bewerfen und verletzen Polizisten

18.08 Uhr: Bewohner des in Göttingen unter Quarantäne stehenden Gebäudekomplexes haben Polizisten mit Gegenständen beworfen und mehrere von ihnen verletzt. Nach ersten Erkenntnissen war der Missmut bei den Bewohnern über die Quarantänemaßnahmen am Samstagnachmittag angestiegen, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Der Gebäudekomplex mit seinen knapp 700 Bewohnern steht seit Donnerstag vollständig unter Quarantäne. Das heißt, dass seitdem kein Bewohner das Gebäude verlassen durfte, wie ein Stadtsprecher der dpa bestätigte. Seit Donnerstag waren bei knapp 120 Menschen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt worden. dpa Polizisten stehen vor dem Zaun des abgeriegelten Wohngebäudes.

Am Samstagnachmittag hatten schließlich mehrere Bewohner versucht, von dem Gelände zu kommen. Polizeiangaben zufolge wollten manche von ihnen Zäune überwinden, die stellenweise aufgestellt worden waren. Zudem seien die zur Amtshilfe eingesetzten Polizisten aus dem Gebäude heraus mit Gegenständen beworfen worden. Um welche Gegenstände es sich handelte, blieb zunächst unklar. Mehrere Beamte wurden dabei verletzt, eine genaue Anzahl nannte die Behörde nicht.

Nahezu direkt vor der Wohnanlage fand am Samstagnachmittag zudem eine Demonstration gegen zu hohe Mieten statt. Diese hätte eigentlich an einem anderen Ort in der Stadt stattfinden sollen, war aber kurzfristig verlegt worden, wie der Stadtsprecher bestätigte. Wie viele Menschen an der Demo teilgenommen hatten, war zunächst ebenfalls nicht bekannt. dpa Ein Polizist geht an mehreren Gegenständen vorbei, die offenbar auf die Beamten geworfen wurden.

Am frühen Abend hatte sich die Lage laut Polizei und Augenzeugen zunächst wieder beruhigt. Zwischenzeitlich war auch der Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg-Köhler (SPD) vor Ort und hatte mit den Bewohnern das Gespräch gesucht.

Ursprünglich sollten am Samstagnachmittag diejenigen Bewohner des Gebäudekomplexes erneut untersucht werden, die bei einer ersten großen Testaktion ein negatives Ergebnis hatten. In der Wohnanlage leben nach Angaben der Stadt mehr als 200 Kinder und Jugendliche in prekären Wohnverhältnissen.

 

Novartis stoppt Hydroxychloroquin-Studie wegen Teilnehmer-Mangel

15.44 Uhr: Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat eine klinische Studie mit dem Malaria-Mittel Hydroxychloroquin zur Behandlung von Coronavirus-Infektionen eingestellt. Grund sei ein Mangel an Studienteilnehmern, teilte das Unternehmen am späten Freitagabend mit. Dem klinischen Team sei es kaum möglich gewesen, innerhalb eines angemessenen Zeitraums aussagekräftige Daten zu sammeln.  dpa/David J. Phillip/AP/dpa Die US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde hat die Ausnahmegenehmigung für Hydroxychloroquin zur Covid-19-Behandlung widerrufen.

Hydroxychloroquin und der verwandte Stoff Chloroquin werden traditionell zur Behandlung von Malaria eingesetzt. Novartis hatte im April angekündigt, eine klinische Phase-3-Studie in den USA zu finanzieren, bei der Hydroxychloroquin zur Behandlung an rund 440 Coronavirus-Patienten eingesetzt werden sollte. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte die Studie genehmigt. Mitte Juni zog die FDA ihre Sondergenehmigung für den Einsatz von Hydroxychloroquin gegen Covid-19 jedoch zurück. 

Nach wochenlanger wissenschaftlicher und politischer Kontroverse stellte diese Woche auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die klinischen Studien zum Einsatz von Hydroxychloroquin gegen schwere Coronavirus-Infektionen endgültig ein. Die Organisation begründete den Schritt damit, dass bisherige Studien kein Absenken der Sterblichkeitsrate bei Covid-19-Patienten durch das Mittel gezeigt hätten.

Der Einsatz von Hydroxychloroquin ist in der Behandlung von Covid-19-Patienten seit längerem umstritten. Das Mittel wurde wiederholt von US-Präsident Donald Trump und Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro beworben, die andererseits wenig von Corona-Schutzmaßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen halten.

Göttinger Ausbruch:  Nachtestungen haben begonnen

15.38 Uhr: Die Stadt Göttingen hat am Samstag mit den Nachtestungen von Bewohnern eines unter Quarantäne stehenden Gebäudekomplexes begonnen. Wie ein Sprecher der Stadt sagte, sollten am Nachmittag diejenigen erneut auf eine Corona-Infektion getestet werden, die bei der ersten großen Testaktion ein negatives Ergebnis hatten. Mit einem Ergebnis sei Anfang der Woche zu rechnen.

Die Stadt hatte rund 700 Bewohner eines Gebäudekomplexes unter Quarantäne gestellt. Seit Donnerstag wurden bei knapp 120 Menschen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt. In der Wohnanlage leben nach Angaben der Stadt mehr als 200 Kinder und Jugendliche in prekären Wohnverhältnissen. Erst im Mai war es im nur wenige hundert Meter entfernten 18-geschossigen Iduna-Zentrum zu einem Corona-Ausbruch gekommen, weil nach Darstellung der Stadtverwaltung dort Mitglieder mehrerer Familien bei privaten Feiern die Hygiene- und Abstandsregeln verletzt hatten.

Die Stimmung in dem Haus sei am Samstag verhältnismäßig ruhig gewesen, sagte der Stadtsprecher. Nachdem die Bewohner gesehen hätten, dass sie mit Lebensmitteln und Essen versorgt werden und auch eine medizinische Station aufgebaut wurde, habe sich eine anfängliche Beunruhigung am Freitag wieder gelegt: "Das ist ja das A und O, dass sich die Menschen informieren können. Wir haben auch Dolmetscher vor Ort, da hat sich die Lage dann auch wieder relativ schnell entspannt."

TOP-NEWS: Zu geringe Corona-Abstände: Teile der Düsseldorfer Altstadt geräumt

14.17 Uhr: Die Stadt Düsseldorf hat am Freitagabend zwei Bereiche der Altstadt räumen lassen. Der Grund: Die vielen Menschen konnten die coronabedingten Mindestabstände nicht einhalten. Auf Anfrage bestätigte die Polizei, dem Ordnungs- und Servicedienst (OSD) Amtshilfe geleistet zu haben. Störungen gab es laut Polizei keine. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht zu erfahren. Zuerst hatte die "Rheinische Post" berichtet.

TOP-NEWS: Türkischer Außenminister enttäuscht über Einstufung als Risikogebiet

14.13 Uhr: Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat sich enttäuscht über die Einstufung der Türkei als Corona-Risikogebiet durch die Bundesregierung und über die andauernde Reisewarnung gezeigt. Es gebe dazu "keinen objektiven und wissenschaftlichen Grund", sagte Cavusoglu am Samstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy im Urlaubsort Antalya.

"Natürlich sind wir enttäuscht, aber ich denke nicht, dass das unsere bilateralen Beziehungen beeinträchtigt", betonte Cavusoglu. Er wolle weiter mit Deutschland im Dialog bleiben und die Bundesregierung davon überzeugen, ihre Position zu ändern. Es handele sich nicht um eine Konfrontation. Am Mittwoch hatte bereits der türkische Botschafter in Berlin die Einstufung seines Landes als Corona-Risikogebiet kritisiert. dpa/Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu

Für mehr als 160 Staaten außerhalb der EU – darunter für die Türkei – besteht zunächst bis zum 31. August eine Reisewarnung weiter. Die Bundesregierung hatte die Türkei am Montag zusammen mit 130 weiteren Ländern zudem als Corona-Risikogebiet eingestuft. Menschen, die aus einem Risikogebiet in Deutschland einreisen, müssen mit einer 14-tägigen Quarantäne rechnen. Allerdings können Urlauber aus der Türkei von der Quarantäneregelung befreit werden, wenn sie bei der Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Cavusoglu betonte, die Türkei habe die Kapazitäten, solche Corona-Tests durchzuführen. Lege man objektive Kriterien wie Fallzahlen an, sei die Türkei besser durch die Coronakrise gekommen als viele andere Staaten. Die Türkei habe zudem wie auch Deutschland "eines der besten Gesundheitssysteme der Welt". Tourismusminister Ersoy wies zudem Vorwürfe von Kritikern zurück, wonach die offiziellen Fallzahlen falsch seien. Die Daten, die das Gesundheitsministerium bekannt gebe, seien "absolut korrekt".

Hamburger Innensenator weist Party-Vorwürfe zurück

13.33 Uhr: Der Hamburger Innensenator Andy Grote (SPD) hat den Vorwurf zurückgewiesen, er habe nach der Senatsbildung eine Party gefeiert und dabei möglicherweise die Corona-Auflagen nicht eingehalten. "Die anonym verbreiteten Gerüchte sind unwahr", erklärte die Innenbehörde am Samstag. "Eine Party hat nicht stattgefunden." Es habe ein lockeres Zusammentreffen gegeben, das eher den Charakter eines Stehempfangs gehabt habe. Die großzügigen räumlichen Verhältnisse im Nebenraum eines Gastronomiebetriebs und ein mitgenutzter Außenbereich hätten die Einhaltung der Abstandsregeln zu jedem Zeitpunkt ermöglicht. dpa/Regina Wank/dpabild Der Innensenator von Hamburg, Andy Grote (SPD).

Über den gesamten Abend hinweg waren laut Erklärung in Summe rund 30 Personen zu unterschiedlichen Zeiten vor Ort. Aufgrund der Fluktuation seien jedoch regelmäßig nur rund 15 Personen gleichzeitig anwesend gewesen. "Wenn der Eindruck entstanden ist, dass hier mit den geltenden Bestimmungen nachlässig umgegangen wurde, dann bedauere ich das sehr", sagte Grote. "Rückblickend wäre es besser gewesen, auf dieses Zusammenkommen zu verzichten."

Zuvor hatte die CDU-Opposition gefordert, dass sich der Innenausschuss der Bürgerschaft am kommenden Donnerstag mit dem Vorfall beschäftigen solle. "Wenn es stimmt, dass der Innensenator so gefeiert hat, dass er damit gegen die Corona-Auflagen verstoßen hat, ist seine Glaubwürdigkeit zutiefst erschüttert", erklärte der CDU-Sprecher für Innenpolitik, Dennis Gladiator. Ein solches Fehlverhalten wäre auch mit dem Amt des Innensenators nicht vereinbar.

Merkel wirbt für Nutzung der neuen Corona-App

12.03 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat alle Bürger zum freiwilligen Nutzen der neuen Corona-App aufgerufen. Die Anwendung sei "ein wichtiger Helfer, wenn es darum geht, Infektionsketten zu erkennen und zu unterbrechen", sagte sie in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. "Je mehr mitmachen, desto größer ist dieser Nutzen."

Merkel warb in dem am Samstag veröffentlichten Video um Vertrauen in den Datenschutz der App. Sie sichere die Privatsphäre, indem sie erzeugte Daten konsequent verschlüssele. Geodaten würden nicht erhoben, Daten nicht zentral gespeichert. Die App sei zudem absolut freiwillig. "Es gibt keine Belohnung für die Benutzung und keinen Nachteil, wenn sich jemand dagegen entscheidet." dpa/Kay Nietfeld/dpa Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre EU-Kollegen berieten erstmals über das geplante Konjunkturprogramm zum Wiederaufbau nach der Corona-Krise.

Die im Auftrag des Bundes entwickelte Warn-App war am vergangenen Dienstag gestartet. Sie kann messen, ob sich Handynutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Dann kann man sich auch ohne Symptome auf Kassenkosten testen lassen. Die App wurde inzwischen mehr als neun Millionen Mal heruntergeladen.

Merkel sagte: "Die App kann nun unser Begleiter und Beschützer werden." Ohne diese technische Hilfe seien Gesundheitsämter weiterhin nur auf das Gedächtnis und die Auskunftsbereitschaft infizierter Menschen angewiesen. Die Kanzlerin mahnte zugleich: "Am wichtigsten bleibt es, neue Infektionen von vornherein zu vermeiden." Dafür komme es nach wie vor auf das Verhalten an. Abstand halten, Händewaschen und das Tragen von Alltagsmasken blieben unerlässlich.

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TOP-NEWS: Sechsstündige Ausgangssperre in der Türkei

11.26 Uhr: Wegen der Aufnahmeprüfungen für das Gymnasium in der Corona-Krise haben die türkischen Behörden am Samstag eine sechsstündige Ausgangssperre über 81 Städte verhängt. Sie gilt bis 15 Uhr Ortszeit und soll garantieren, dass es vor den Schulen und Prüfzentren keine Staus gibt. Am 27. und 28. Juni soll es wegen Aufnahmeprüfungen für die Universität weitere Ausgangssperren geben, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.

Gesundheitsminister Fahrettin Koca sagte, ausgenommen von dem Ausgehverbot seien Begleitpersonen der Schüler sowie Reisende, die bereits ein Ticket erworben hätten. Zudem blieben Supermärkte und Bäckereien geöffnet.

Die Türkei hatte wegen der Corona-Krise seit April regelmäßig Ausgangssperren übers Wochenende für ausgewählte Städte und Provinzen wie Ankara und Istanbul erlassen. Bisher wurden 185 000 Infektionen und mehr als 4900 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

Am 1. Juni hatte Ankara zahlreiche Corona-Restriktionen gelockert. So wurden Reisebeschränkungen zwischen Städten aufgehoben; Cafés, Restaurants und Sportanlagen sind unter Auflagen wieder geöffnet. dpa/Marius Becker/dpa Der Strand in Antalya ist leer. Die Türkei gilt als Corona-Risikogebiet.

Kindsbier-Affäre in Bayern: Stadträte feiern Corona-Party

20. Juni, 10.12 Uhr: Im oberbayerischen Penzberg hat der Wirt der Stadthalle zum Kindsbier eingeladen, um auf die Geburt seines Sohnes anzustoßen. Mit dabei: Viele Mitglieder des Stadtrates, die im Raum nebenan getagt hatten. Das berichtet die Lokalzeitung „Das gelbe Blatt“.

Problematisch, denn bei der Feier am 26. Mai war lediglich das Treffen von Personen aus zwei Haushalten gestattet und die Sperrzeit für die Innengastronomie lag bei 22 Uhr. Brisant auch deshalb, weil die Feier – die übrigens ganz in der Nähe des Polizeipräsidiums stattfand – ohne anonymen Zeugenhinweis gar nicht aufgeflogen wäre.

Die Polizei ertappte den Bürgermeister, die ehemalige Bürgermeisterin und viele Stadträte. "Im Nachhinein betrachtet, war es eine große Dummheit“, gestand Bürgermeister Stefan Korpan dem Blatt. Und CSU-Chef Nick Lisson resümierte: "Es war halt ein Blödsinn und das teuerste Kindsbier meines Lebens."

Allen Anwesenden droht nun ein hohes Bußgeld. Am teuersten dürfte die Strafe aber für den Gastgeber ausfallen. Dem Wirt drohen 5000 Euro Bußgeld. Die Frage nach dem anonymen Zeugen heizt derweil die Gerüchteküche in der Kleinstadt an.

Für Trump gehört Corona schon der Vergangenheit an

07.18 Uhr: Trotz eines besorgniserregenden Anstiegs der Corona-Infektionen in einer Reihe von US-Bundesstaaten sieht Präsident Donald Trump das Land auf einem guten Weg – und spricht bereits so, als wäre Corona Vergangenheit. "Es war eine interessante Zeit, es war schrecklich, so viele Leben sind verloren gegangen, wir werden diese unglaublichen Menschen nie vergessen. Aber sie werden nicht umsonst gestorben sein", sagte Trump in einem Video, das er am Freitag bei Twitter veröffentlichte. Die USA würden nun stärker werden als jemals zuvor. Trump lobte zudem die seiner Ansicht nach großartigen jüngsten Daten vom Arbeitsmarkt.

Die Corona-Pandemie hat in den USA in fast der Hälfte der Bundesstaaten eine besorgniserregende Entwicklung genommen. In vielen Regionen erreichten die Zahlen der täglichen Neuinfektionen zuletzt Höchstwerte – darunter in den bevölkerungsreichen Bundesstaaten Texas oder Florida. Insgesamt gibt es im Land mehr als 2,2 Millionen nachgewiesene Erkrankungen und 119 000 Todesopfer – mehr als in jedem anderen Land.

Die Arbeitslosenquote vom Mai lag nach zahlreichen Entlassungen in den vergangenen Monaten bei 13,3 Prozent – zusammen mit dem Wert vom April der schlechteste Wert der vergangenen Jahrzehnte. Bis Februar hatte sich die US-Wirtschaft auf Rekordkurs befunden. dpa/Uncredited/NIAID-RML/via Ap/dpabild Eine Aufnahme zeigt das Virus, das COVID-19 verursacht.

Hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen, R-Wert steigt wieder über 1

Freitag, 19. Juni, 21.16 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle ist in Deutschland am Freitag auf 188.716 gestiegen – das sind 774 Infizierte mehr als am Vortag. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Gesundheitsämter der Bundesländer täglich veröffentlichen. Insgesamt sind 8.854 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben – 13 Todesfälle kamen in den vergangenen 24 Stunden hinzu. Alle Bundesländer hatten mindestens eine Neuinfektionen zu melden.

Der Reproduktionswert (R), der bei niedrigen Infektionszahlen stark schwankt, ist laut des Robert-Koch-Instituts von zuletzt  0,86 auf 1,06 über den kritischen Wert 1 gestiegen. Die Zahl der Genesenen erhöhte sich auf 174.400 . Aktiv infiziert sind inzwischen rund 5.500 Menschen – etwa knapp 500 mehr als am Donnerstag. Damit ist die Zahl der aktiv Infizierten erstmals seit Wochen wieder deutlich gestiegen.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 35.282 (1.824 Todesfälle)
  • Bayern: 47.789 (2.561 Todesfälle)
  • Berlin: 7.732 (211 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3.371 (170 Todesfälle)
  • Bremen: 1.639 (49 Todesfälle)
  • Hamburg: 5.159 (229 Todesfälle)
  • Hessen: 10.503 (499 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 791 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 13.071 (620 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 40.153 (1.660 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 6.889 (234 Todesfälle)
  • Saarland: 2.760 (170 Todesfälle)
  • Sachsen: 5.398 (220 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1.840 (57 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3.133 (152 Todesfälle)
  • Thüringen: 3.206 (178 Todesfälle)

Gesamt (Stand 19.06., 21.10 Uhr): 188.716 (8.854 Todesfälle)

Vortag (Stand 18.06., 20.45 Uhr): 187.942 (8.841 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 174.400.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,06 (Stand 19.06.)


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