Rückruf-Aktion für Brie-Käse – Gefahren durch Listerien-Keime

Rückruf-Aktion für Brie-Käse – Gefahren durch Listerien-Keime

Käse „Marquise de Siméon“ wird wegen Listerien zurückgerufen

Bei der Käseproduktion stellen möglich Kontaminationen mit Listerien ein ernstes Problem dar. Kontrollen des Produktes „Marquise de Siméon“ haben aktuellen einen erhöhten Gehalt von Listeria Monacytogenes ergeben, der eine Gesundheitsgefährdung für Verbraucherinnen und Verbraucher ist. Daher hat der französische Hersteller „Fromagère de la Brie“ einen umfassenden Rückruf eingeleitet.

Von dem aktuellen Rückruf betroffen ist der Käse „Marquise de Siméon“ mit allen Mindesthaltbarkeitsdaten ab dem 18. Februar 2019 und der Los-Kennzeichnung „EAN:4046896107702“. Als Identitätskennzeichen des Herstellers ist „FR 77.436.001“ angegeben. Erhältlich war der Käse in verschiedenen Discount-Märkten und Supermarktketten. „Das Produkt ist nicht zum Verzehr geeignet“, so die Warnung des Herstellers. Eine Rückgabe könne in dem Geschäft erfolgen, wo der Käse erworben wurde. Der Kaufpreis werde den Kundinnen und Kunden selbstverständlich erstattet.

Wegen des Nachweises eines erhöhten Listerien-Gehalts wird dieser Käse aktuell zurückgerufen. (Bild: www.lebensmittelwarnung.de)

Vom Verzehr wird dringend abgeraten

Der französische Käsehersteller hat angesichts der Gesundheitsgefährdung, die von Listerien ausgehen kann, alle Verbraucherinnen und Verbraucher dazu aufgefordert, das Produkt „nicht zu verzehren und das betroffene Lebensmittel an ihr Geschäft zurückgegeben bzw. das Lebensmittel zu vernichten.“ Aufgefallen war die Verunreinigung bei Routinekontrollen des Produktes.

Anzeichen einer Infektion beachten

Sollten Sie den Käse bereits verzehrt haben, ist in den kommenden Wochen verstärkt auf mögliche Anzeichen einer Infektion zu achten. Bis zu acht Wochen kann die Inkubationszeit dauern, so dass ein Zusammenhang mit der ursprünglichen Infektionsquelle oftmals nicht direkt ersichtlich wird. Folgen einer Infektion mit Listeria monocytogenes können zum Beispiel Durchfall, Bauchschmerzen, Fieber und Kopfschmerzen, aber auch Beeinträchtigungen wie Lähmungen oder Zittern sein. Bei Kindern, immungeschwächten Personen, älteren Menschen und bei Schwangeren zeigt sich oft ein besonders schwerer Verlauf und bei Schwangeren besteht zudem die Gefahr einer Fehlgeburt. Treten Anzeichen der Infektion bei Personen auf, die das genannte Produkt verzehrt haben, sollten diese dringend ihren Arzt/ihre Ärztin aufzusuchen und auf den Verzehr des Produktes hinweisen, so die Mitteilung des Hersteller. (fp)

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