Sanacorp: Genossenschaft statt Global Player

Sanacorp: Genossenschaft statt Global Player

Die angekündigte Fusion der beiden Großhändler Gehe und Alliance Healthcare würde nicht nur den Großhandelsmarkt, sondern auch den Apothekenmarkt verändern. Hinter beiden Unternehmen stecken amerikanische Großkonzerne, die hierzulande Kosten reduzieren wollen. Die Schließung von Lagern und die Ausdünnung von Apotheken-Services sind zwar nicht angekündigt, aber dennoch denkbar. Nach der Apotheker-Genossenschaft Noweda meldet sich nun auch die Sanacorp zu Wort und wirbt eindringlich für das Genossenschaftsmodell.

Die beiden Großhändler Gehe und Alliance Healthcare wollen ihre Großhandelsgeschäfte in Deutschland fusionieren. In dem Joint Venture soll die Gehe einen Anteil von 30 Prozent einnehmen, die vom Pharmahandelskonzern Walgreens Alliance Boots (WBA) kontrollierte Alliance 70 Prozent – obwohl die Gehe hierzulande einen größeren Marktanteil hat. Branchen-Experten zufolge kämen beide zusammen auf einen Marktanteil von knapp unter 30 Prozent – ein neuer Branchenriese würde also entstehen.

Für die anderen Großhändler im Markt hätte dies unmittelbare Folgen: Die Marktanteile von Phoenix und dem neuen Großanbieter lägen in etwa auf einer Höhe, die Noweda hätte auf einmal zwei große Platzhirsche vor sich und die kleineren Anbieter hätten es vermutlich auf Dauer immer schwerer überhaupt noch zu konkurrieren. Aber auch für die Apotheker könnten einige Veränderungen anstehen: Schließlich haben beide Konzerne in erster Linie den Kostendruck als Beweggrund für ihre Fusion genannt. Die Bereiche in denen eingespart werden könnte, stehen dem Vernehmen nach ebenfalls schon fest: Unter anderem geht es um die Anzahl der Großhandelszentren und die Anzahl der zu den Apotheken gefahrenen Touren.

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Sowohl die Noweda als auch die AEP hatten gestern schon erklärt, dass der Markt vor größeren Umwälzungen stünde, falls die Fusion glückt. Während die Noweda vor dem zunehmenden Einfluss ausländischer Großinvestoren auf das Gesundheitswesen warnt, prophezeit AEP-Chef Jens Graefe, dass die Hälfter aller Großhandelslager in Deutschland wohl schließen werde. Nun meldet sich auch die Apotheker-Genossenschaft Sanacorp zu Wort. So wie die Noweda warnt man auch bei der Sanacorp vor einem zu hohen Einfluss „kapitalistischer Anteilseigner“. Laut Sanacorp ist der „Gegenpol“ zu diesen Anbietern das Genossenschaftssystem. Hier das wörtliche Statement:

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