Schwangerschaftsnase: Werdenden Müttern schwillt oft die Nase an

Schwangerschaftsnase: Werdenden Müttern schwillt oft die Nase an

Eine Schwangerschaft, heißt es immer so schön, ist ein Wunder der Natur. Schließlich wächst da ein Mensch in einem anderen heran. Das aber treibt mitunter wunderliche Blüten. Vergesslichkeit ist eine, eine dicke Nase die andere. Richtig gelesen. Nicht nur der Bauch wächst, auch die Nase kann anschwillen. Pinocchio hätte seine helle Freude an dem netten Beieffekt, der sich Schwangerschaftsnase schimpft und auf der Social-Media-Plattform TikTok derzeit prominent mit dem Hashtag #PregnancyNose die Runde macht. 

Eine Neuentdeckung ist die dicke Nase bei werdenden Müttern nicht. Jede zehnte Schwangere etwa ist Schätzungen zufolge von dem Symptom betroffen, in der Regel im dritten Trimester. Das US-Model Chrissy Teigen war eine davon. "Verdammt, meine Nase ist riesig. Meine Nase hat seinen eigenen BMI", twitterte sie vor einigen Jahren und fragte sich, wie man überhaupt an der Nase an Gewicht zulegen könne. Nicht nur die Schleimhäute, auch das Blutgefäßnetz in der Nase kann anschwellen, da Frauen in der Schwangerschaft mehr Blut produzieren. Auch der Anstieg von Hormonen kann Schwellungen hervorrufen. 

Schwangerschaftsnasen sind in der Regel harmlos

"Es gibt typische physiologische Veränderungen in der Schwangerschaft, die bei jedem auftreten", zitiert NBC News Shannon M. Clark, Professorin für Fetalmedizin an der Universität von Texas. Eine davon sei die Erweiterung der Blutgefäße. Auch ihre Nase sei während der Schwangerschaft geschwollen und gerötet gewesen.

Der größere Zinken ist in der Regel ungefährlich. Bei den meisten Frauen schwillt die Nase nach der Geburt von allein wieder ab. Achtsam sollten werdende Mütter aber sein, wenn nach der 20. Schwangerschaftswoche zu den Schwellungen weitere Symptome wie Kopfschmerzen, verschwommene Sicht oder Erbrechen kommen. In diesem Fall sollte ein Arzt konsultiert werden, da dies Anzeichen für eine Präeklampsie sein können. Eine Bluthochdruckerkrankung, die mit Eiweiß im Urin einhergeht.

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Wesentlich unangenehmer als die Schwangerschaftsnase ist eine Schwangerschaftsrhinitis, also eine dauerhaft verstopfte Nase und geschwollenen Schleimhäute. Etwa jede fünfte Schwangere ist von dem chronischen Schnupfen betroffen. Auf die leichte Schulter sollte der Schnupfen nicht genommen werden. Wie Thomas Hoffmann, Oberarzt an der Universitäts-HNO-Klinik in Düsseldorf, "eltern" erklärt, gebe es Fälle, die bis hin zu einer Sinusitis, also einer Entzündung der Schleimhäute und Nasennebenhöhlen, und deren Komplikationen reichen. Nasensprays können Linderung verschaffen, aber nicht jedes ist während der Schwangerschaft zu empfehlen. Unbedenklich sind beispielsweise Meerwasser-Sprays.

Quelle: AOK, NHS, eltern, NBC News

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