Sehen Sie zwei Impfzertifikate in der CovPass-App? Dann müssen Sie sofort handeln

Sehen Sie zwei Impfzertifikate in der CovPass-App? Dann müssen Sie sofort handeln

Die Nachfrage nach den Booster-Impfungen steigt – besonders kurz vor Weihnachten. Viele Menschen sind froh, wenn sie die Auffrischung hinter sich gebracht haben. Doch es gibt einen häufigen Fehler, auf den Impfwillige achten müssen. FOCUS Online liefert die wichtigsten Antworten und einen Überblick.

In Deutschland gilt die Auffrischimpfung drei Monate nach der jüngsten Corona-Spritze. Mit anderen Worten: Der letzte Corona-Impftermin darf nicht im August, September, Oktober oder November erfolgt sein.

Hier können Sie Ihren Booster-Termin ermitteln:

Welchen Impfstoff Sie erhalten, entscheiden Sie gemeinsam mit dem behandelten Arzt – und das meistens erst in der Kabine. Am Check-In des Impfzentrums oder am Schalter der mobilen Impfaktion gibt es in der Regel keine Impf-Beratung. Hier werden lediglich Ihre Daten aufgenommen – und es gilt: Achten Sie, was erfasst wird. Die meisten Fehler passieren genau hier.

Egal ob Vorname, Nachname, Geburtsdatum, Wohnort, Postleitzahl oder sogar Ihr letzter Impftermin. Die Daten müssen beim Booster-Termin stimmen, sonst haben Sie am Ende ein fehlerhaftes digitales Impfzertifikat.

Nach bisherigem Stand hat das in Deutschland keine Auswirkung. Das könnte sich aber ändern, wenn die Zweitimpfung nach 270 Tagen auslaufen soll, wie das Bundesgesundheitsministerium plant. Mehr dazu lesen Sie hier. Spätestens bei Reisen ins Ausland kann es aber jetzt schon zu Problemen kommen. Zum Beispiel in Österreich oder Frankreich, wo der Status "vollständig geimpft" nach wenigen Monaten bereits auslä uft.

FOCUS Online unterstützt den Impf-Aufruf an dem sich über 2000 Unternehmen beteiligt haben und dafür ihr Logo zu einem Impf-Appell abgeändert haben.Jetzt sollen fundierte Informationen – auch vor dem Hintergrund der sich rasant ausbreitenden Omikron-Virusvariante – die Bereitschaft der Menschen steigern, sich impfen zu lassen.

Sie brauchen nur einen QR-Code in der CovPass-App

In vielen Fällen können Bundesbürger erkennen, ob das aktuelle digitale Impfzertifikat stimmt oder eben nicht. Die CovPass-App gilt hier als Stützhilfe. Wie Sie das genau prüfen können, zeigen wir Ihnen hier.

Scannen Sie den QR-Code aus dem digitalen Impfzertifikat, den Sie bei der Auffrischimpfung erhalten haben.

Die Regel laut: Die Booster-Impfung muss lediglich erfasst und nicht neu angelegt werden! Taucht plötzlich ein zweiter QR-Code in der App auf, sollten Sie handeln. Dann haben Sie nämlich ein falsches Impfzertifikat erhalten.

Zweiter QR-Code in der CovPass-App? Unbedingt handeln

Prüfen Sie, ob der Name richtig ist und ob das Geburtsdatum stimmt. Im Impfzentrum können Sie das entsprechend vor Ort ändern lassen. Das geht binnen Minuten. Dazu wenden Sie sich an Mitarbeiter im Wartebereich des Impfzentrums. Möglich, dass die Anamnese und Einwilligungserklärung neu unterschreiben müssen.

Sobald Patienten die Impfstelle verlassen haben und einen Fehler bemerken, helfen Apotheken oder das zuständige Gesundheitsamt, heißt es in einem Schulungsbogen eines Münchner Impfzentrums.

Haben Sie die Impfung beim Hausarzt erhalten, kann die zuständige Praxis helfen. Auch hier gilt: Anamnese und Einwilligungserklärung muss wohl neu ausgefüllt und unterschrieben werden.

Was passiert, wenn das Zertifikat fehlerhaft oder falsch ist?

Wenden Sie sich unbedingt an eine Apotheke. Nehmen Sie Ihren Impfausweis mit und beantragen Sie vor Ort die Neuausstellung. Der Service ist für Sie kostenlos. Sie müssen andernfalls zu einem späteren Zeitpunkt mit Problemen im Alltag rechnen. Besonders dort, wo 2G oder 3G gilt.

Was müssen Genesene beachten?

Auch bei Genesenen gibt es oft kleine Herausforderungen.

Eine Genesung werde mit einer Impfung "gleichgestellt". Das sieht die EU-Kommission so vor. Wer beispielsweise im Dezember 2020 per PCR-Test positiv getestet wurde, galt im Januar 2021 als genesen. In der Regel gab es dann zwischen Mai und Juli eine Impfung und die Person galt fortan als "vollständig geimpft".  Nun steht die wichtige Booster-Impfung an. Auf dem digitalen Impfzertifikat sollte diese als „Impfung 3 von 3“ vermerkt sein. „Es hilft, wenn Impfwillige Patienten alle verfügbaren Nachweise beim Check-In vorzeigen“, heißt es im Impfzentrum München. "Dann passieren keine Pannen."

Was gilt bei Namensänderung oder nach einem Umzug?

Komplizierter ist es, wenn Betroffene geheiratet haben und dadurch einen neuen Nachnamen erhalten haben. Dann sollten Sie beim Booster-Termin neben dem Personalausweis, auch die Heiratsurkunde bei Namensänderung vorzeigen.

Auch eine aktuelle Wohnmeldebescheinigung wird benötigt, wenn sich die Adresse zwischen Erstimpfung, Zweitimpfung und Booster-Impfung geändert hat. Dieses Dokument darf nicht älter als sechs Monate alt sein.

Sofern die neue Adresse bereits im Personalausweis geändert wurde, ist eine Meldebescheinigung obsolet.

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