Umfrage: 29 Prozent fürs E-Rezept, 40 Prozent fürs Papierrezept

Umfrage: 29 Prozent fürs E-Rezept, 40 Prozent fürs Papierrezept

Obwohl es E-Rezepte noch gar nicht flächendeckend gibt hierzulande, beschäftigen die digitalen Verordnungen jetzt schon die gesamte Branche. Aber wünschen sich die Patienten überhaupt das E-Rezept? Das Unternehmen UCB Pharma ist unter anderem dieser Frage nun in der Studie „Der Patient im Mittelpunkt“ nachgegangen. Die Deutschen sehen demnach offenbar viele Vorteile im E-Rezept. Gleichzeitig bestehen aber noch große Bedenken – besonders im Hinblick auf Datenschutz. Die Befragten scheinen auch die Befürchtungen der Apothekschaft zu teilen: Stichwort Makelverbot.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) macht weiter Tempo bei der Digitalisierung. Doch geht das Patienten vielleicht doch etwas zu schnell? Die UCB Pharma GmbH beauftragte vergangenes Jahr das Marktforschungsinstitut Toluna: Im September 2019 wurden für die Studie „Der Patient im Mittelpunkt“ 1000 repräsentativ ausgewählte Deutsche ab 18 Jahre online zum Thema Digitalisierung befragt. Das Unternehmen präsentierte kürzlich in einer Pressemeldung erste Ergebnisse zum Thema E-Rezept, weitere sollen folgen.

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82 Prozent der Teilnehmer gaben an, verschiedene Vorteile im E-Rezept zu sehen: Am beliebtesten sind hier die Umweltfreundlichkeit und eine schnelle Bearbeitung der Bestellung von Medikamenten. Diese Hoffnungen beruhen laut UCB unter anderem darauf, dass sich die digitale Variante einfacher an Online-Apotheken übermitteln lasse als die klassische Papierform, die per Post versandt werden muss. „Fast jeder zweite Deutsche könnte sich vorstellen, künftig Medikamente online zu bestellen“, heißt es. 

Trotz der vielen Vorteile bevorzugten nur 29 Prozent aller Befragten das digitale Rezept, 40 Prozent wollen doch lieber beim Papierrezept bleiben. Dabei ließen sich deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen erkennen: Jüngere Generationen stehen dem neuen Konzept deutlich offener gegenüber. Während bei den 30- bis 39-Jährigen 45 Prozent die Online-Version präferieren, sind es bei den über 60-Jährigen nur 20 Prozent.

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