US-Hersteller müssen ihre Preise in TV-Werbung nennen

US-Hersteller müssen ihre Preise in TV-Werbung nennen

Die Trump-Regierungmacht Ernst mit ihrem Versuch, die Arzneimittelpreise zu senken. Ab diesemSommer sollen Pharmaunternehmen bei Fernsehwerbung die Preise ihrer Medikamentenennen. Experten bezweifeln, ob das Mittel seine Wirkung entfaltet.

Wie US-Gesundheitsminister Alex Azar kürzlich gegenüberJournalisten mitteilte, soll eine entsprechende Regelung diesen Sommer in Krafttreten und für sämtliche Arzneimittel gelten, die mehr als 35 Dollar für einemonatliche Dosis kosten. Die Hoffnung der US-Regierung ist es, dass auf dieseWeise die Preise für Arzneimittel nachgeben und damit auch die Ausgaben fürMedikamente sinken. Einen ersten Vorstoß in diese Richtung hatte US-PräsidentDonald Trump bereits im Herbst vergangenen Jahres gemacht.

Mehr zum Thema

Initiative der Trump-Regierung

USA: Hersteller sollen Arzneimittelpreise in Werbung nennen

Nach Angaben mehrerer US-Medien dürfte die neue Regelung vonverschiedenen Pharmaunternehmen in Frage gestellt werden. Andererseits habe Johnson& Johnson bereits damit begonnen, Preise in seine Werbung aufzunehmen.Andere Unternehmen würden hingegen auf einen Web-Link verweisen, unter dem dieKunden Preisinformationen finden – ein Vorgehen, das laut Azar einen Verstoßgegen neue Regelung darstellt. Den Berichten nach hat dasGesundheitsministerium allerdings keine rechtliche Handhabe, die Einhaltung derVorschriften zu erzwingen. Vielmehr hoffe die Behörde, dass sich die Pharmaunternehmengegenseitig wegen irreführender Handelspraktiken verklagen, um die Regelungdurchzusetzen.

Es gibt auch Stimmen, die glauben, dass die Verpflichtungzur Offenlegung von Arzneimittelpreisen mehr Verwirrung als Klarheit stiftenwird. So verweist James Mather, Senior Pharma Analyst bei dem Daten- undAnalytikunternehmen GlobalData, darauf hin, dass sich die Listenpreise derArzneimittel nicht direkt in die „wahren“ Marktpreise umrechnen ließen.Arzneimittelhersteller würden ihre verschiedenen Produkte in Verhandlungen oftzu Bündeln zusammenfassen, so dass die einzelnen Listenpreise in diesen Fällenfast bedeutungslos seien.

Quelle: Den ganzen Artikel lesen