Viele bewegen sich weniger, als sie glauben

Viele bewegen sich weniger, als sie glauben

Männer und Frauen in Deutschland bewegen sich nach wie vor zu wenig. Die meisten sind jedoch davon überzeugt, dass sie ausreichend Sport treiben. Das legen Auswertungen der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe nahe.

92 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass sie sich ausreichend viel bewegen. Das glaubten auch diejenigen, die in anderen Bereichen wie Blutdruck oder Gewicht teilweise kritische Werte aufwiesen. Tatsächlich allerdings erfüllen in Deutschland lediglich gut 40 Prozent der Bevölkerung die Vorgabe der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie empfiehlt wöchentlich mindestens 2,5 Stunden moderate körperliche Bewegung, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

"Aus unserer Sicht sind die 2,5 Stunden bereits zu tief gegriffen“, sagt Studienautor und Sportwissenschaftler Klaus Clasing. Die stark abweichende Selbsteinschätzung erklärt er sich mit mangelndem Gesundheitswissen: "Die Teilnehmer sind oft völlig überrascht, wenn wir ihnen erklären, dass zum Beispiel Hausarbeit nicht in diese Bewegungsbilanz zu rechnen ist“, sagt Clasing. Auffällig sei auch, dass durch die Tests viele Risikopatienten identifiziert werden, die bisher nichts von ihrem kritischen Gesundheitszustand wussten.

An dem Gesundheitscheck der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe nahmen 2081 Menschen teil, die im Durchschnitt 50 Jahre alt waren. Überprüft wurden Blutdruck, Blutzucker, Blutfett, Körpergewicht, körperliche Aktivität und andere Lebensstilfaktoren. Ein wissenschaftliches Analyseprogramm wertet die Daten aus, anschließend bespricht ein Arzt oder Gesundheitsberater das Ergebnis mit den Teilnehmern.

NK

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