Vorsicht: Sildenafil in „Black King Kong“, „Great Penis“ und Co.

Vorsicht: Sildenafil in „Black King Kong“, „Great Penis“ und Co.

Potenzmittel mit nicht deklarierten Arzneistoffen sind leider keine Seltenheit. Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz warnt Verbraucher deshalb davor, Potenzmittel im Internet zu bestellen. Der aktuelle Anlass: In den Präparaten „Black King Kong“, „Great Penis“ und zwei unterschiedlichen Versionen von „Long Sheng for Man“ wurde Sildenafil nachgewiesen.

„Alberne Namen, ernsthafte Gefahr“ – so warnt das Landesuntersuchungsamt (LUA) seit dem vergangenen Mittwoch vor den illegalen Potenzmitteln „Black King Kong“, „Great Penis“ und zwei unterschiedlichen Versionen von „Long Sheng for Man“. Die vier Produkte stammen mutmaßlich aus Asien und wurden über das Internet bestellt.

LUA-Fachleute haben der Mitteilung zufolge in den Kapseln den „nicht deklarierten Viagra-Wirkstoff“ Sildenafil nachgewiesen. Die Kapseln wurden vom Zoll sichergestellt.

Was sie so gefährlich macht, dürfte Apothekern – aber eben nicht den Verbrauchern – klar sein: „Sildenafil kann Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Verdauungs- und Sehstörungen hervorrufen. Bei gleichzeitiger Einnahme mit einer Reihe von Herzmedikamenten drohen zum Teil lebensgefährliche Wechselwirkungen. Dass der Wirkstoff enthalten ist, wird den Käufern aller vier Produkte verschwiegen.“ Eine Zulassung haben die vier Produkte offensichtlich nicht.

Eine Übersicht aller bislang vom LUA beanstandeten Potenzmittel gibt es unter http://s.rlp.de/rjf.

RP Tübingen warnte vor Nahrungsergänzung „Rammbock“

Erst jüngst warnte das Regierungspräsidium (RP) Tübingen vor einem ähnlichen Fall: „Rammbock“ – ein als „rein natürlich“ deklariertes Potenzmittel. Die Hersteller von Rammbock hatten bei ihrem Nahrungsergänzungsmittel bei der „Natürlichkeit“ allerdings etwas nachgeholfen und wie auch im aktuellen Fall den Viagra-Wirkstoff Sildenafil mit reingepackt.

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