Gefahren des Sommers für die Haut

Gefahren des Sommers für die Haut

Steigende Temperaturen und der Sommerurlaub ist in Sicht – viele freuen sich in diesen Tagen auf Erholung draußen in der Natur und am Strand. Dabei sollten Risiken und Nebenwirkungen aber nicht verdrängt werden. Denn vor allem die Haut braucht im Sommer Schutz.

Was macht die Sonne mit der Haut?

Die im Sonnenlicht enthaltenen ultravioletten Strahlen (UV) werden zum allergrößten Teil von der die Erde umgebenden Ozonschicht ferngehalten. Was dennoch beim Menschen ankommt, regt die Pigmentzellen in der Oberhaut dazu an, braunen Farbstoff zu bilden. Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus.

Gelangt aber zu viel Sonnenlicht auf die Haut, wird eine Entzündungsreaktion ausgelöst: Bestimmte Botenstoffe führen dann zu einer Rötung der Haut, sie schwillt an, juckt und brennt – dann spricht man von einem Sonnenbrand. Schließlich sterben viele stark geschädigte Zellen der Oberhaut ab. Die betroffene Stelle schält sich.

Wie viel UV-Bestrahlung die Haut verträgt, ist dabei von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Orientierung gibt die Klassifikation der Hauttypen nach dem amerikanischen Dermatologen Thomas Fitzpatrick. Auf der Seite des Bundesamts für Strahlenschutz können Unsichere einenHauttypentest machen.

Menschen mit einem sehr hellen Hauttyp sollten sich demnach nicht länger als 10 Minuten in der Sonne aufhalten – Menschen mit einem dunklen Hauttyp haben eine Eigenschutzzeit von mehr als 90 Minuten.

Warum entsteht Hautkrebs?

UV-Strahlung wird auch mit der Entstehung von Hautkrebs in Verbindung gebracht. Studien belegen, dass Sonnenbrände das Risiko an Hautkrebs zu erkranken erheblich erhöhen. Denn UV-Strahlen können das Erbgut im Zellkern schädigen. Die meisten der so geschädigten Zellen sterben zwar zum Schutz der Haut. Sie können aber auch zu Ausgangszellen für einen Tumor werden. Ihre Nachkommen hören dann nicht mehr auf, sich zu teilen – sie sind Krebszellen.

  • Asymmetrie: Ein Fleck kann gefährlich sein, wenn er keine runde oder ovale Form hat, sondern asymmetrisch aufgebaut ist.
  • Begrenzung: Eine unscharfe Begrenzung kann ebenso auf ein Melanom hindeuten wie unregelmäßige Ausfransungen oder Ausläufer des Pigmentmals.
  • Colour (Farbe): Ein Muttermal mit mehreren Farbtönungen sollte genau beobachtet werden.
  • Durchmesser: Auch ein Pigmentmal, dessen Durchmesser größer als fünf Millimeter ist, sollte beachtet werden.

Wie wirkt eigentlich Sonnencreme?

Sonnenschutzmittel können schädliche UV-Strahlen entweder chemisch oder physikalisch aufhalten. Physikalische Filter wirken mithilfe von mineralischen Pigmenten, welche die UV-Strahlung reflektieren. Sie bilden eine Schutzschicht auf der Haut, an der die Strahlung abprallt. Chemische Filter können UV-Strahlung einer bestimmten Wellenlänge aufnehmen und in andere Energieformen – etwa Wärme – umwandeln.

Der Lichtschutzfaktor (LSF) der Creme gibt an, wie viel länger sich der Anwender eingecremt in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand davonzutragen.

Was macht ein Mückenstich mit der Haut?

Nur weibliche Mücken stechen Menschen. Die Mückenweibchen brauchen Blut, um Eier zur Fortpflanzung zu bilden. Wenn sie mit ihrem Rüssel in die Haut eindringen, um Blut zu saugen, sondern sie auch winzige Mengen Speichel ab – die Substanz hemmt die Blutgerinnung und erweitert die Gefäße in der menschlichen Haut. So wird das Blutsaugen für die Mücke einfacher. Zugleich aktivieren die im Mückenspeichel enthaltenen Proteine aber auch Abwehrreaktionen, die Juckreiz und Entzündung an der Einstichzelle auslösen.

Andere Insekten – etwa Wespen oder Bienen – reagieren mit Gift auf vermutete Angriffe von Menschen. Auch hier zeigt sich die Abwehrreaktion mit Schwellung und Rötung der betroffenen Hautstelle.

Hilft Kühlung bei Sonnenbrand und Stichen?

Das Kühlen der juckenden Haut kann bestimmte Entzündungsprozesse verlangsamen und die Weiterleitung des Juckreizes über die Nervenbahnen beeinflussen. Allerdings helfe das Kühlen vor allem während der Anwendung, vermutet der Berliner Allergologe Marcus Maurer. Für die Wirkung anderer Hausmittel wie rohe Zwiebeln oder Aloe Vera gebe es keinen Nachweis.

Bei Sonnenbrand oder Stichen ins Meer?

Eine kombinierte Therapie mit Salzwasser und UV-Bestrahlung kann unter Umständen Hautbeschwerden etwa bei Schuppenflechte lindern, so das Ergebnis von Studien. Und auch akute Wunden können mit einer Salzlösung gereinigt werden – wenn diese steril und mit 0,9 Prozent physiologisch ist, also dem Salzgehalt des menschlichen Bluts entspricht.

Meerwasser ist mit einem durchschnittlichen Salzgehalt von 3,5 Prozent aber zu konzentriert für den menschlichen Körper. Das kann geschädigte Haut austrocknen und die Heilung sogar verzögern. Hinzu kommt, dass Meerwasser Keime enthält und bestehende Wunden sich dadurch entzünden können. Beim Baden im Meer sollten sie mit aufgekratzten Stichen oder schwerem Sonnenbrand also eher vorsichtig sein.

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