Mann begleitet Ebola-Transport ohne Schutzanzug

Mann begleitet Ebola-Transport ohne Schutzanzug

Mehrere Menschen begleiten den Sicherheitstransport der mit Ebola infizierten Krankenschwester Amber Vinson in Dallas. Alle tragen Schutzanzüge, um sich vor der hohen Ansteckungsgefahr zu schützen. Nur einer nicht – wer ist dieser Mann?

Da staunten die NBC-Reporter im Helikopter nicht schlecht. Eigentlich wollten sie über den Transport der mit Ebola infizierten Krankenschwester Amber Vinson in Dallas berichten. Allerdings stand neben dem Transportpersonal, allesamt in Schutzanzügen, ein Koordinator lediglich mit Stoffhose, Hemd und einem Clipboard in der Hand. Die entsprechende Meldung der britischen Zeitung „Daily Mail“ wird mit Fotomaterial gestützt.

Die American Medical Response, die für den Transport der infizierten Krankenschwester zuständig war, erklärte, dass der Unbekannte ein Mitglied der Luftfahrtgesellschaft ist, die das Flugzeug für die Überführung stellte. Dabei kam der Mann auch in Kontakt mit Müllbeuteln und Kanistern des medizinischen Personals. Nach der Verladung von Amber Vinson soll der Unbekannte selbst das Flugzeug bestiegen haben, ob er an Board war, als die Maschine abhob, ist allerdings nicht bekannt.

Suche nach dem "Clipboard Man" über Twitter

Mittlerweile ist der Mann als „Clipboard Man“ in den sozialen Medien bekannt. Und dort wird fieberhaft nach seiner Identität gesucht. „Wer ist der ungeschützte Clipboard-Mann? Damit wir ihm verdammt nochmal aus dem Weg gehen können … “ schreibt beispielsweise Jean Jacques auf Twitter. Mehrheitlich rätselt die Netzgemeinde augenzwinkernd darüber, ob ein Clipboard der neue Schutz vor der Seuche sein könnte. twitter.com/michellemalkin Dem Mann mit Clipboard schlägt wenig Begeisterung aus den sozialen Netzwerken entgegen

Krankenschwester flog mit Fieber nach Dallas

Fragen wirft auch eine Reise der infizierten Krankenschwester auf: Amber Vinson soll laut dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" bereits mit leichtem Fieber in ein Flugzeug von Ohio nach Dallas gestiegen sein. Das habe sie vor dem Abflug auch der US-Gesundheitsbehörde CDC gemeldet – die Behörde erlaubte ihr den Flug dennoch.

Da sich die Krankenschwester während des Fluges nicht übergeben und auch nicht geblutet habe, sei es aber sehr unwahrscheinlich, dass sich andere Passagiere bei ihr angesteckt hätten, sagte Tom Frieden, Leiter der US-Gesundheitsbehörde CDC. Zur Sicherheit sollen sich jedoch alle Mitreisenden des Fluges Flugs 1143 der Frontier Airline bei der Gesundheitsbehörde melden.

Video: Zweiter Ebola-Fall unter US-Pflegekräften

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